Gkand⸗Rede,
welche,
nach ſolenner Veyſetzung der Mochſeeligen
Krau Baroneſſin von Garben
in Dero Hauſe gehalten
M. Andreas Chriſtoph Graf/ P. L. C. Gymn. Collaborator& Rev. Miniſt. Candidat.
Anno 1740. d. 18. Jan.
Hoch⸗‚delgebohrne,
Hoch und Wohl Lhrwuͤrdige/ alleſeits nach Stand
und Muͤrden zu verehrende/ gnaͤdige/ hoch⸗ und werth⸗ geſchaͤtzte Anweſende,
Gochanſehnliche Frauer⸗Jerſammlung!
‿ᷣ Chnell und ſeelia ſterben/ iſt eine Gluͤckſeeligkeit, die nicht alle S Frommen wiederfaͤhret. Der HERR befoͤrdert, und verzoͤgert
B oͤffters den Todt der Gerechten, nachdem es ſeine Weißheit gut be⸗ findet; doch zeiget allemahl eine ſchnelle und ſeelige Veraͤnderung zwiſchen Todt und Leben von ſeiner gantz beſondern Vaters⸗Liebe, und von
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einer auſſerordentlichen Gnade, deren ſeine Kinder zuweilen gewuͤrdigetwer⸗ den. Wer ſich niemahlen zum Tode bereitet, und nicht ſtirbt, ehe er geſtor⸗ ben, der wird ein Ende mit Schrecken nehmen, er mag ſchnell oder langſam
erblaſſen. Nur denen, die taglich ſterben, ehe ſie ſterben muͤſſen, iſt ihr h ſchnelles Lebens⸗Ende ein erwuͤnſchter Anfang einer ewig daurenden Freude, und unausſprechlichen Gluͤckſeeligkeit. Den Kindern GOttes kommt der
1Todt niemalen zu fruͤhe, er mag kommen, wenn er will, weil er ihnen zu ei⸗
nem beſſern Leben befoͤrderlich, und ſie ihn taͤglich und ſtuͤndlich erwarten. W F
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