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eigenen Stalle ſah. Ich gab ſogleich eine Gabe des Heilmit⸗ tels ein und nach einer Viertelſtunde die zweite. Hierauf ſing ſie ſchon wieder an zu freſſen, und es verloren ſich alle Zeichen der Krankheit; ſie erhielt nun noch eine dritte Gabe, worauf ſie voͤllig geſund wurde.
Um indeſſen nicht weitlaͤuftig jeden einzelnen Krankheitsfall niederzuſchreiben, will ich nur die Namen der Ortsbuͤrger auf⸗ zaͤhlen, welchen milzbrandkrankes Hornvieh durch das Heil⸗ mittel gerettet wurde. Dieſe ſind:
97) Ludwig Koch,
98) Gaſtwirth Ludwig Uhl,
99) Commiſſionsrath v. Krug,
100) Henrich Wilhelm Lehr,
101) Henrich Lupp,
102) Konrad Ludwig Runk,
103) Ludwig Wagener, G 104) Henrich Geiſt,
105) Peter Runk IV.,
106) Friedrich Ringshauſen, 107) Philipp Uhl,
108) Philipp Kaiſer.
Alle dieſe Stuͤcke, faͤhrt der Buͤrgermeiſter in ſeinem Schreiben fort, bedurften nur 3, hoͤchſtens 4 Gaben und wur⸗ den völlig geſund. Dagegen fuͤhre ich folgende mißgluͤckte Faͤlle an, wo die Heilmittel zu ſpaͤt gegeben wurden.
Dem Henrich Jakob Ringshauſen erkrankte Abends eine Kuh. Man hielt die Krankheit fuͤr das ſogenannte Lumpenwerk, daher ſchuͤttete ihr der Kuhhirt einen Trank ein. Den folgenden Morgen erkannte man zu ſpaͤt, daß die Krankheit nichts An⸗ deres, als der Milzbrand ſei. Obgleich ihr noch ein Paar Ga⸗ ben des Heilmittels eingegeben wurden, ſtarb das Thier dennoch.
Eben ſo verhielt es ſich bei einer Kuh des Peter Runk IV. — Auch bei der Kuh des Loͤb Katz wurden die Mittel zu ſpaͤt angewendet.——
Eine Kuh des Henrich Geiſt erkrankte Nachmittags und erhielt 4 Gaben nach einander, worauf ſich die Kennzeichen des Milzbrandes wieder verloren und das Thier Freßluſt zeigte. Der Mann legte ſich nun um 9 Uhr ruhig ſchlafen, fand aber des Morgens die Kuh todt im Stalle*)..
*) Dieſes Recidiv wuͤrde geheilt worden ſzin, wenn der Beſitzer der Kuh die Nacht hindurch dieſelbe beobachtet haͤtte, um den neuen Ausbruch der Krankheit ſogleich mit einigen Gaben des Heilmittels zu bekaͤmpfen.
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