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dieſer heimtuͤckiſchen Krankheit. Nach der erſten Doſis Anthra⸗ cin bemerkte man wenig Beſſerung. Nach Verlauf von einer Stunde gab man die zweite Doſis, worauf das Zittern auf⸗ hoͤrte, der Stier ſich auch wieder munterer umſah. Da aber noch die Freßluſt fehlte, ſo gab man die dritte Doſis nach einer Stunde ein. Sehr bald fraß er wieder und ſchien voͤllig geſund. Nachmittags 3 Uhr erkrankte der Stier von neuem, fing wieder an zu zittern, fraß nicht, war traurig. Hierdurch war man genoͤthigt, eine vierte Doſis Anthracin zu geben, wor⸗ auf bald der Ruckfall der Krankheit mit allen Symptomen verſchwand. Bis Abends 7 Uhr war der Stier voͤllig geſund. 14) Dem Johannes Gerlach III. erkrankte ein Ochs; er hing den Kopf tief herunter, die Augen glaͤnzten und waren geroͤthet, ein feines Zittern an den Hintertheilen war bemerk⸗ bar; Stuhl war verſtopft, der Leib war aufgeblaͤhet. Die Hoͤrner und Ohren waren heiß und das Haar borſtig. Man gab ihm alle halbe Stunden eine Doſis Anthracin, und nach der vierten Doſis ſtellte ſich ein waͤſſerichter Durchfall ein, worauf das Stuͤck binnen einer halben Stunde voͤllig ge⸗ ſund war. 2K n G 1i 4 2 8g 4—’— 15) Dem Konrad Weißel erkrankte eine Kuh mit den gewoͤhnlichen Zeichen des Milzbrandes. Sie erhielt alle halbe Stunden eine Doſis Anthracin und nach der dritten bekam ſie Ihen mäͤſſerichten Durchfall, worauf ſehr bald voͤllige Heilung eintrat.. 16) Von den Ochſen des Bernhard Bus erkrankte einer am Milzbrande; er warf den Kopf herauf und herunter mit Heftigkeit, bald ſchuͤttelte er mit dem Kopf; er ſtampfte mit den Fuͤßen und bruͤllte zuweilen, die Augen waren ſtark ge⸗ roͤthet und waͤſſerten; er zitterte ſtark, die Hoͤrner und Ohren waren heiß, die Haare geſtraͤubt; Stuhlverſtopfung. Man gab ihm jede halbe Stunde eine Doſis Anthracin ein und nach 6 Ga⸗ ben entſtand weißroͤthlicher Durchfall, worauf bald voͤllige Ge⸗ ſundheit eintrat. Aus Fuͤrſorge gab man ihm alle 3 Stun⸗ den noch 3 Gaben des Mittels, um jeden Ruͤckfall zu verhuͤten. 17) Dem Johann Georg Bus erkrankte ein Ochs am Milzbrande. Mit haͤngendem Kopfe ſteht er traurig und theil⸗ nahmlos da, frißt nicht, zittert ſtark, die Haare haben ih⸗ ren gewoͤhnlichen Glanz verloren und ſind ſtruppig. Durch Verſtopfung iſt er etwas aufgeblaͤhet. Nach 5 Gaben Anthra⸗ cin, jede halbe Stunde eine Doſis gereicht, trat waͤſſeriger Durchfall ein, und das Stuͤck genas ſehr bald darauf völlig. 18) Dem Konrad Weißel erkrankte ein Rind am Milz⸗ brande. Es zitterte heftig, zuckte mit den Hinterfüßen und 7


