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Gerlach III. eine Kuh am Milzbrand. Sie zitterte, gab keine Milch, fraß nicht und verrieth große Unruhe und Angſt, der Puls ſchlug ſchnell und hart, die Augen waren geroͤthet und ſtier, die Haare glanzlos, rauh und ſtruppig. Mit 3 Gaben Anthracin ward ſie vollkommen hergeſtellt. d 8) An demſelben Tage bekam Philipp Gerlach's II. Kuh den Milzbrand, und zeigte ſehr aͤhnliche Symptome. Sie ward auch durch 3 Gaben Anthracin, jede Viertelſtunde eine gereicht, vollkommen hergeſtellt. 3etlet tmtt 9) Eine Kuh der Wittwe von Konrad Alles ward den
darauf folgenden Tag am Milzbrande krank und zeigte eben⸗ falls ſehr aͤhnliche Zeichen. Sie ward durch 4 Gaben Anthra⸗ ein gleichfalls völlig hergeſtellt. àmc 8 D
10) Wenige Tage ſpaͤter erkrankte dem Metzger Konrad Gerlach ein Ochs. Er zitterte heftig, wankte, ſtand wie be⸗ täubt da mit ſtierem Blick, geroͤtheten, wie in Waſſer ſchwim⸗ menden Augen, die in den Ecken thraͤnten; Hoͤrner und Oh⸗ ren waren kalt, das Haar borſtig und glanzlos; er miſtete nicht, zeigte oͤfters einen Drang dazu ohne Erfolg. Es waren 6 Ga⸗ ben Anthracin noͤthig, ſo daß er erſt nach 9 Stunden ge⸗ heilt war.. 2 896 nulisd. nt: 2 mn
11) Demſelben Ortsbuͤrger erkrankte wenige Tage darauf
ein Rind am Milzbrande, mit den gewoͤhnlichen Zeichen die⸗ ſer Krankheit. Es bedurfte 8. Gaben Anthracin, ehe das Stuͤck in 24 Stunden ſeine voͤllige Geſundheit wieder erhal⸗ ten hatte.. 2rt 1
Dem Baͤcker Buß daſelbſt erkrankte Abends 8 Uhr eine Kuh am Milzbrande mit denſelben Zeichen. Entweder wollte dieſer Mann die Mitzbrandkoͤrner aus Unglauben nicht ge⸗ brauchen oder er verkannte die Krankheit. Er ließ ihr einen Trank eingeben, und eine Ader ſchlagen. Um 10 Uhr Abends hatte das Thier geendet. Die Section wies nur Zerſtoͤrung der Milz durch Brand aus, die uͤbrigen Organe wurden ganz geſund gefunden. 26 2ic n.
12) Der Wittwe von Johann Georg Gorr erkrankte Abends 6 Uhr ein Rind mit den gewoͤhnlichen Zeichen des Milzbran⸗ des. Man gab demſelben ſogleich eine Gabe Anthracin ein, und da nach einer Stunde ſich keine weſentliche Beſſerung zeigte, ſo reichte man eine zweite. Hierauf ließ das Zittern nach, hoͤrte aber nicht voͤllig auf, daher eine dritte Doſis gege⸗ ben wurde. Nun hoͤrte das ominoͤſe Zittern voͤllig auf und bis 11 Uhr Abends war das Stuͤck voͤllig geſunnd.— '13) Morgens 7 Uhr erkrankte dem Johannes Gerlach III. ein Stier am Milzbrande mit den gewoͤhnlichen Kennzeichen


