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Der Milzbrand, eine unter dem Rindviehe, den Pferden und Schweinen häufig herrschende Seuche und deren sicherstes Heilmittel / von G. A. Weber
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59 Dieſe Uberhleibſel der ſo gefaͤhrlichen Krankheit ſind durch⸗ aus nicht gefaͤhrlich, und ich beobachtete beim Eintreten eines dieſer Zeichen noch nie einen Nuͤckfall, ſondern heilte ſie ſehr bald und ſicher, und zwar die meiſten durch⸗ Fortgebrauch des Anthracin's, indem ſo lange alle 6 Stunden eine Gabe ge⸗ reicht, wurde, bbis der Reſt der Krankheit verſchwunden war. Ehe ich durch den fortgeſetzten Gehrauch dieſes Heilmittels dieſe überbleibſel der Krankheit heilen lernte, war ich bemuͤht, durch verſchiedene andere Mittel dieſelben zu beſeitigen, doch ganz vergeblich. Mit einer Geſchwulſt wie zwei Fäͤuſte groß auf dem Ruͤckgrad habe ich 4 Wochen zu thun gehabt und konnte dieſelbe nicht fortſchaffen, bis ich meine Zuflucht zum Anthra⸗ cin nahm, worauf die Geſchwulſt in 3 Tagen verſchwunden war. Man kann mit Sicherheit darauf rechnen, daß hoͤchſtens in 72 Stunden die meiſten dieſer Folgekrankheiten beſeitigt werdenz ich wenigſtens habe keinen Fall erlebt, der das Ge⸗ gentheil bewieſe. Die nicht wiederkehrende Freßluſt und die Traͤgheit des Darmkanals wird man ſchneller durch einige Ga⸗ ben Jux vomica X⁰⁶ο beſeitigen. Die Freßluſt kehrt in 4 6 Stunden meiſt wieder nach einer einzigen Gabe N. V. Gegen die Verſtopfung giebt man alle 6 Stunden N. V⸗ in angege⸗ bener Doſis. Der eingetretene Ausſchlag findet am ſicher⸗ ſten ein Spirit. vin. sulnh. 0. gtt. j. alle Paar Tage gegeben ſein Heilmitteln Allen die andern angegebenen Folgekrankhei⸗ ten aber werden ſicher durch Anthracin beſeitiget. Die Schafe werden ſchwieriger vom Milzbrande geheilt, weil ſie, ehe der Schaͤfer etwas Krankhaftes an ihnen wahr⸗ nimmt, fallen. Die Schuld hiervon mag meiſt am Schaͤfer liegen, der zu wenig Acht hat auf jedes einzelne Schaf in ſeiner Heerde. Da der Schaͤfer den ganzen Tag nichts zu thun hat, ſo iſt es gewiß moglich, genau auf jedes einzelne Schaf ſeiner Heerde zu achten, um den Anfang der Krankheit zeitig genug zu bemerken, und dann ſogleich das Heilmittel ein⸗ geben zu koͤnnen. Anthracin zur Verhuͤtung des Milzbrandes iſt von mir und Andern verſucht worden und offenbar mit gluͤck⸗ lichem Erfolge. Es erkrankten darauf in dieſem vergangenen hei⸗ ßen Sommer, der dem Vieh ſo nachtheilig war, verhaͤltniß⸗ maͤßig gegen fruͤhere Jahre, ſehr wenige. Auch bei wirklich eingetretenem Milzbrande erwies ſich Anthracin ſehr huͤlfreich. wif weiter unten angegebenen Thatſachen werden dies be⸗ weiſen.. unff(dua ſun 50lſſad h lo nn Die Pferde, die vom Milzbrande befallen ſind, werden gleichfalls ſicher durch Anthracin geheilt, wie das unten ange⸗ fuͤhrte Beiſpiel zeigt..(i