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Der Milzbrand, eine unter dem Rindviehe, den Pferden und Schweinen häufig herrschende Seuche und deren sicherstes Heilmittel / von G. A. Weber
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Streukuͤgelchen keins verloren geht. Man nimmt fur eine Gabe 5 10 Streukuͤgelchen. Einige gaben dem Thier 15 20 und mehr Streukuͤgelchen, indeſſen traten darauf bisweilen die heftigſten Reactionen ein, daß man fuͤr das Leben des Stuͤcks beſorgt ſein mußte. Um dieſes zu vermeiden und dann weil es unnoͤthig iſt, bediene man ſich der angegebenen Gabe, welche den Zweck vollkommen erreichen laͤßt und Alles lei⸗ ſtet, was von dieſem Mittel zu erwarten ſteht. Hat man nun dieſe Gabe Anthracin X 00000 0000 auf die oben angege⸗ bene Art eingegeben, ſo entferne man ſich nicht, ſondern beob⸗ achte, ob das kranke Thier ſich beſſert. Beſſerung kann ſchon nach 15 30 Minuten eintreten, und iſt die Krankheit ſehr gefaͤhrlich aufgetreten, wenn z. B. das Thier ſich nicht mehr auf den Beinen erhalten kann, wenn Kaͤlte der Ohren und Hoͤrner nicht mehr mit Hitze abwechſelt, ſondern erſtere fort⸗ waͤhrend bleibt, wenn blutiger Schleim aus der Naſe fließt, ſo muß unter dieſen ſo gefaͤhrlichen Umſtaͤnden der Zuſtand ſich binnen 15 Minuten beſſern. Man bemerkt die Beſſerung vorzuͤglich an Folgendem: Das Thier erwacht aus ſeiner Be⸗ taͤubung, ſteht nicht mehr theilnahmlos da, ſondern ſieht ſich eher um, zeigt dem Waͤrter einige Aufmerkſamkeit, das Zit⸗ tern laͤßt nach oder hoͤrt ganz auf, die Kaͤlte der Ohren und Hoͤrner laͤßt nach, ohne daß deßhalb ſtatt der Kaͤlte Hitze ein⸗ tritt, oder waren dieſe Theile brennend heiß, ſo laͤßt dieſe Hitze nach, es zeigt ſich einige Freßluſt, das ſtruppige Haar faͤngt an, ſich wieder glatt zu legen, das Auge verliert ſeine Starrheit, es erfolgt Offnung(welche aber ſehr verſchieden ſein kann; einige haben geſunde, andere blutige, noch andere waͤſſerig⸗ſchleimige Offnung, noch andere bleiben noch verſtopft unter uͤbrigens auffallender Beſſerung), auch ſtellt ſich wohl eine allgemeine warme Ausduͤnſtung ein, oder es bilden ſich Beulen und Geſchwuͤlſte oder Ausſchlaͤge aus, die Kuͤhe ge⸗ ben wieder Milch. Je nachdem man dieſe Zeichen der Beſ⸗ ſerung mehr oder weniger wahrnimmt, wartet man laͤngere oder kuͤrzere Zeit, ehe man eine zweite Gabe des Heilmittels giebt. Hat ſich die Krankheit ſehr bedenklich gezeigt und die erſte Doſis bringt in 15 30 Minuten keine Beſſerung her⸗ vor, dann muß man, da ein ſchneller Tod oft erfolgt, jetzt ſchon das Mittel wiederholen und in Zwiſchenraͤumen von 15 30 Minuten ſo lange wieberhober bis Beſſerung eintritt. Iſt die Krankheit nicht ſo gefaͤhrli aufgetreten, ſo iſt es beſ⸗ ſer, man wartet 30 60 Minuten die Wirkung der erſten Gabe des Heilmittels ab. Sollte alsdann keine Heimwirkung ſich zeigen, ſo wiederholt man nun die Gabe und faͤhrt ſo alle