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Der Milzbrand, eine unter dem Rindviehe, den Pferden und Schweinen häufig herrschende Seuche und deren sicherstes Heilmittel / von G. A. Weber
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um deren Beobachtungen uͤber den Milzbrand den meinigen beizufuͤgen. So iſt es Jedem uͤberlaſſen, ſein Urtheil zu faͤl⸗ len, ob die von mir beobachtete Krankheit eine Form des Milz⸗ brandes ſei oder nicht. Hier bezeichnet man dieſe moͤrderiſche Krankheit mit dem Namen Milzbrand, und, wie ich glaube, mit Recht, da die Milz das Organ iſt, welches nach ſo haͤufig angeſtellten Sectionen, hauptſaͤchlich brandig angetroffen wird. Wenn ich nun gleich mit den Reſultaten, welche meine Behandlung des Milzbrandes lieferten, mit Recht zufrieden ſein konnte, da ich meine Bemuͤhungen mit ausgezeichnetem Erfolge belohnt ſah, ſo fielen deſſen ungeachtet mehrere Stuͤcke Nachts. Abends war es nicht moͤglich, den Thieren etwas Krankhaftes anzuſehen; ſie fraßen wie gewoͤhnlich und ſchienen im beſten Wohlſein. Des Morgens wurden ſie vom Beſitzer todt im Stalle gefunden. Dieſe Ungluͤcksfaͤlle beruͤckſichtigend und die Hoffnung hegend, den Mitzbrand durch eine prophy⸗ laktiſche Kur verhuͤten zu koͤnnen, veranlaßte mich, in meinen Verſuchen weiter zu gehen. Der mit dem homoopathiſchen Heilverfahren Vertraute wird leicht einſehen, daß ſolche Ver⸗ ſuche im Großen vielen Schwierigkeiten unterliegen, da ich nicht ſelbſt dabei ſein konnte und nicht immer die Vorſchriften genau befolgt werden, da die groͤßte Reinlichkeit, gewiſſenhafte Theilung in einzelne Gaben, das paſſende Aufheben und Ver⸗ wahren des Heilmittels zu einem gluͤcklichen Erfolge durchaus nothwendige Vorſichtsmaßregeln ſind. Ich konnte daher dieſe Verſuche nur da anordnen, wo ich mir die Erfullung dieſer Bedingungen verſprechen durfte.Dieſes war nur in einer