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verbreitet und verpflanzet, Metaſtaſen, Anhaͤufungen, Ver⸗ ſetzungen und Umformungen hervorbringt, wodurch oft ſchnel⸗ ler Tod, oder vielfaͤltig andere Erſcheinungen entſtehen, die ſich nach den Nebenumſtaͤnden und den davon bedingten anderwei⸗ tigen Reactionen formen. In was das Weſen dieſer Materie beſtehe, ob im Überfluſſe vom Kohlen⸗ oder Waſſerſtoffe, oder in Deſoxidirung ode: in Anhaͤufung und im UÜberfluſſe des Brennſtoffs, iſt man nicht im Stande durch die chemiſche Ana⸗ lyſe zu zeigen, da die Materie als reiner Krankheitsſtoff nicht darſtellbar iſt. Die Wirkungen des Anthrarſtoffes, faͤhrt v. Am⸗ Pach fort, beſtehen nach den bisherigen Erfahrungen und Beob⸗ achtungen im Lebendigen in folgenden: 1) Reizt dieſer Stoff alle gefaͤßreiche Organe, wodurch nicht nur ein entzuͤndungsar⸗ tiger Zuſtand derſelben, ſondern auch eine beſondere Umſtim⸗ mung der Nervenkraft entſteht und unterhalten wird, wodurch Betaͤubung, Stumpfſinn, Verluſt des thieriſchen Bewußtſeins, Laͤhmungen und ſelbſt jaͤher Tod entſteht, ohne daß man oft ein Fieber bemerkt. 2) Vermindert er das Blut, welches dunkel, gelblicht, zaͤhe und jauchig wird, wodurch ſtarke Fie⸗ berbewegungen und Ausſchlaͤge erfolgen. 3) Verdickt er alle Saͤfte, beſonders das Blut. Die Bewegungen zur Fortſchaf⸗ fung des letztern muͤſſen alſo fieberhaft werden, das Blut haͤuft ſich im venöſen Syſtem auf, die Thaͤtigkeit im Gefaͤßſyſtem wird unordentlich und ausſetzend, die Blutmaſſe wird unor⸗ dentlich vertheilt, und es entſtehen Turgescenzen, Orgasmen u. ſ.w. 4) Theilt er den uͤbrigen Saͤften ſeine Scharfe mit, die dorthin vorzuͤglich abgeſetzt wird, wo die erregende Urſache unmittelbar einwirkend das erſtliche Leiden hervorrief; daher bilden ſich Beulen, Wuͤlſte, Knoten und Geſchwuͤre auf der Haut, der Zunge, der Leber, Milz u. ſ. w. 5) Nimmt er den Saͤften die naͤhrenden Beſtandtheile, und dieſe um ſo eher, je fetter zuvor die Thiere waren, wodurch ein neuer Zunder zur Fieberanfachung gebildet wird. Denn ſchnell tritt Abma⸗ gerung, Schmelzung, Verſulzung und Verjauchung des Fettes ein. 6) Erzeugt er eine entzuͤndliche, nervoͤſe oder faulichte Diatheſe, je nachdem die Conſtitution der Thiere vor und bei der Seuche beſchaffen iſt. Sind die Thiere ſtark und gut ge⸗ naͤhrt, ſo iſt das Fieber oft ein wahres entzuͤndliches, und bei ſchlecht gepflegten, uͤbel beſchaffenen Thieren iſt der Fieber⸗ charakter bald nervoͤs, bald faulicht, welcher letztere Zuſtand den hoͤchſten Grad animaliſcher Faͤulniß erhalten kann, was bei der Hoͤhe der Krankheit ſo oft geſchieht, wo Jauche ſich in den boͤsartigen Ausſchlaͤgen bildet, und brandige, krebsar⸗ tige Geſchwuͤre ſich erzeugen. 7) Enswiaelt er einen An⸗


