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und offen, daß das Viehſterben der moͤrderiſche Milzbrand ſei. Nun ſchoͤpften die Menſchen, welche das Fleiſch genoſſen hatten, Ekel, erkrankten mit allen den gewoͤhnlichen Zufaͤllen und konnten nur mit großer Noth gerettet werden.”“
Treffen dieſe angefuͤhrten Bedingungen mehr oder weniger zuſammen, ſo wird der Milzbrand ſich contagios zeigen, und im Gegentheil wird dieſe Krankheit da nicht contagios auftre⸗ ten, wo die wichtigſten dieſer angegebenen Bedingungen feh⸗ len. Hieraus erklaͤren ſich nun die verſchiedenen Widerſpruͤche in den Erfahrungen und Anſichten uͤber die Contagion des Milzbrandes.. mm nrN. Ka3l2 e ni,
Unterſuchen wir nun ferner, was wir unter Contagium verſtehen und die verſchiedene Art, wie der Milzbrand erfah⸗ rungsmaͤßig anſtecken kann, dann wird Niemand ferner ge⸗ gruͤndete Zweifel gegen die Anſteckbarkeit des Milzbrandes er⸗ heben koͤnnen. otrr G. 1
1) Der Milzbrand theilt ſich laut Erfahrungen den Men⸗
ſchen mit: Durch das Abledern der vom Milzbrande gefalle⸗ nen Thiere; durch das Beſpritzen des Geſichts, der Haͤnde und der Fuͤße mit den Saͤften des gefallenen Viehes; durch Be⸗ ruͤhrung mit den Haͤnden und Armen im Rachen und Maſt⸗ darm; durch den heißen Athem, der bei Offnung des Rachens dem Menſchen in das Geſicht faͤhrt; durch Beruͤhrung der Ca⸗ daver, der Haͤute, des Fleiſches der gefallenen Thiere mit blo⸗ ßen Haͤnden; durch Beruͤhrung bei chirurgiſcher Huͤlfeleiſtung, z. B. beim Aufſchneiden der Brandbeulen, wobei dem Arzte Fluͤſſiges auf die bloße Haut kommt und er unvorſichtiger „Weiſe ſich nicht gleich reinigt; noch leichter theilt er ſich denen mit, welche Haͤnde mit Narben, oder mit Verletzungen der Oberhaut mit den Saͤften am Milzbrande gefallener Thiere in Beruͤhrung bringen; durch Genuß des Fleiſches; durch In⸗ ſektenſtiche, wenn Inſekten zuvor auf milzbrandigem Fleiſche ſaßen; ferner theilt der Milzbrand ſich mit, wenn Jemand mit den mit milzbrandigen Saͤften verunreinigten Haͤnden einem Andern das Geſicht oder die Bruſt beruͤhrt; oder wenn Jemand Kleider auf dem bloßen Leib traͤgt, die mit Saͤften der am Milzbrande gefallenen Thiere verunreinigt ſind; und ſogar theilt ſich die Krankheit denen mit, welche unvorſichtiger oder zufaͤlliger Weiſe auf einem Plaatze lange liegen, auf welchem kurz vorher ein am Milzbrand gefallenes Thier abgeledert wurdde. Hu e e bun 5 chur


