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Der Milzbrand, eine unter dem Rindviehe, den Pferden und Schweinen häufig herrschende Seuche und deren sicherstes Heilmittel / von G. A. Weber
Entstehung
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was ſich der ganzen Lunge der Luftroͤhre nach bis in den Kehlgang wie eine Sulze fortzog; das Blut war ganz aufge⸗ loͤſt, und das Fleiſch, oder vielmehr das Zellgewebe am gan⸗ zen Hinterleibe und am Halſe gelbgrüͤnlicht unterlaufen. Die⸗ jenigen Thiere, die am ſogenannten Milzbrande ſtarben, liefer⸗ ten dieſe Sectionsdata. Bei denen, die am fliegenden Brande ſtarben, war ſtets Brand zu finden, nur nie in einem Einge⸗ weide beſtimmt, wie bei am Milzbrande verſtorbenen Thieren. Denn in dieſem Stuͤcke war das Herz, in einem andern das Gehirn und Nuͤckenmark, im dritten die Lunge, im vierten die Leber, im fuͤnften die Milz, im ſechſten der Magen und die Gedaͤrme, im ſiebenten, beſonders bei maͤnnlichen Pferden, die Zeugungstheile, bei Wallachen der Schlauch, bei Stuten und Kuͤhen hingegen die Milchwerkzeuge, die aͤußern Zeugungs⸗ theile u. ſ. w. allein, oder auch mit den nahe liegenden Thei⸗ len mit Brand belaͤſtigÄt. Bei Thieren, welche kolleriſch ſchienen, fand ſich bei der Obduction gelbes Waſſer in den Hoͤhlen des Gehirns; bei denen, welche raſ'ten, fand man das große und kleine Gehirn entzuͤndet; diejenigen, welche Magen⸗ beſchwerden verriethen, zeigten entzuͤndete und brandige Stel⸗ len im Magen und in den kleinen Gedaͤrmen; die Lungen wurden brandig gefunden bei denjenigen, welche ploͤtzlich von einem ſtarken Huſten befallen worden waren, und laborios athmeten; ſphazeloͤs war der Uterus in den Kuͤhen, welche verwerfen zu wollen ſchienen, und diejenigen, an welchen man Laͤhmung der Lendengegend beobachtet hatte, zeigten mehr oder weniger Gangraͤn des Ruͤckenmarks.

Von Am⸗Pach giebt uns folgende Sectionsdata an:Die gefallenen Thiere, die meiſtens ſehr aufgedunſen ſind, und bei welchen aus dem Maule, der Naſe und dem After Blut, gelblichter Schaum oder Jauche ausfließt, gehen ſchnell in Verweſung uͤber, wodurch es geſchieht, daß die Section nicht nur beſchwerlich wird und keine ſichern Reſultate mehr giebt, ſondern daß ſelbſt der Menſch, der die Section vornimmt, in Gefahr, ſeine Geſundheit und ſein Leben zu verlieren, ge⸗ raͤth. Der Geſtank, der ſich verbreitet, iſt oft unertraͤglich. Die Haut findet man mit Blutſtriemen und Flecken beſetzt und uͤber die Hautmuskeln breitet ſich ein bald mehr, bald weniger waͤſſerichter Schleim aus. Eine aͤhnlich gelblichte ſchmeerartige Sulze iſt auch in den Beulen enthalten, welche Sulze deſto dunkler gefaͤrbt iſt, je ſchwaͤrzer die Beulen ausſe⸗ hen. Manchmal iſt dieſe gelbe Sulze rother Farbe, welches von dem beigemiſchten Blute herruͤhrt. Das Fleiſch iſt weich, ohne Zuſammenhang, welk, teigartig, ſulzig, ſchmierig, gelb, ſchwaͤrzlicht,