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Der Milzbrand, eine unter dem Rindviehe, den Pferden und Schweinen häufig herrschende Seuche und deren sicherstes Heilmittel / von G. A. Weber
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(70 80 Schlaͤge in der Minute). Das aus der Arterie ge⸗ laſſene Blut iſt ſchwaͤrzlich; die Venen ſind ſehr aufgetrieben und der Herzſchlag iſt meiſt unfuͤhlbar. Auch bei den Pferden zeigt ſich beim Eintritt des Todes meiſt blutiger Ausfluß aus dem After und blutiger Schaum um die Naſenloͤcher herum.

§. 7. Kennzeichen des Milzbrandes bei den Schweinen.

Auch bei den Schweinen kommt die Krankheit ſehr haͤu⸗ fig vor und es ſterben eine große Anzahl derſelben an dem Milzbrande. Meinen Beobachtungen zufolge herrſcht die Krank⸗ heit mehr da unter den Schweinen, wo das Hornvieh weniger vom Milzbrande angegriffen wird. Im Verlauf dieſes Som⸗ mers ſtarben viel Schweine an dem Milzbrande in Ortſchaf⸗ ten, wo das Hornvieh von der Krankheit ganz verſchont blieb. Man bemerkt bei der ſehr akut verlaufenden Krankheit ſehr oft gar kein Symptom vom Krankſein vor dem Tode. Die Thiere kommen Abends munter und friſch aus dem Felde und fallen auf den Hoͤfen ploͤtzlich todt nieder, bisweilen in bedeu⸗ tender Anzahl, ſo daß ſolcher Todesfaͤlle 6 8 ſchnell auf ein⸗ ander folgen. Selten dauert die Krankheit uͤber 12 Stunden. Wenn die Thiere nicht ploͤtzlich ſterben, ſo hoͤren ſie ploͤtzlich auf zu freſſen, werden aͤngſtlich, fahren mit dem Ruͤſſel hin und her oder wuͤhlen in der unter ihnen liegenden Streu, bekommen am Halſe, am Bauche, zwiſchen den Hinterbeinen rothe Strei⸗ fen, welche in einer bis zwoͤlf Stunden blau werden, worauf der Tod ſchnell erfolgt. Bei den meiſten Thieren bemerkt man große Hitze im Kopfe, erſchwertes und bald unmoͤgliches Schlingen; es bildet ſich auch wohl eine entzuͤndete Geſchwulſt am Halſe, die ſich oft uͤber den Kopf, die Bruſt und den Bauch verbreitet und nie in Eiterung uͤbergeht. Bisweilen entſteht eine erbſengroße, rundlichte, weiße Blaſe, die bald ſchwarz wird und den Tod nach ſich zieht. Vor dem Entſte⸗ hen dieſer Blaſe zeigen die Thiere Mattigkeit, laſſen den Kopf haͤngen, liegen beſtaͤndig, knirſchen mit den Zaͤhnen, und haben beinahe alle Empfindung verloren. Dieſe Krankheits⸗