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Die Haut, die Klauen, das Maul, die Hoͤrner, der Maſt⸗ darm, die innere Flaͤche der Fuͤße und die Zitzen bei den Kuͤ⸗ hen werden brennend heiß; der Herzſchlag wird fuͤhlbar po⸗ chend; die Betaͤubung und das dumpfe Dahinſtarren iſt an⸗ haltend; das Gehoͤr ſcheint nun vermindert, oder ganz verlo⸗ ren zu ſein. Bei dieſem Mangel des thieriſchen Bewußtſeins ſtehen die kranken Rinder wie hoͤlzerne Kloͤtze da, gleichguͤltig gegen Alles, was um ſie und an ihnen vorgeht. Die trockene, ſehr rauhe Zunge wird ohne alles Widerſtreben der Thiere aus dem Maule gezogen und haͤngt oft noch einige Zeit nach der Unterſuchung aus dem Maule, das offen ſteht, oder wird nur langſam und allmaͤlig hineingezogen; hin und wieder ſcheint die Zunge kleiner zu werden, beſonders wenn ſie Riſſe bekommt. Die Naſe iſt anfaͤnglich noch feucht und ſchleimig, wird aber bald trocken, und wie das Zahnfleiſch und das In⸗ nere des Maules mit ſchwaͤrzlichtem Kleiſter umzogen; der Athem ſtinket. Das Hornvieh aͤchzt beſtaͤndig und knirſcht mit den Zaͤhnen; man ſieht an dem Bauche, an dem Halſe und an den Extremitaͤten die Sehnen huͤpfen. Der Huſten iſt an⸗ haltend, trocken und klein. Das Athemholen iſt kurz, klein und geſchwind, aͤngſtlich, ſelten leicht; der Bauch geſpannt und hin⸗ aufgezogen, oder weich und herabhaͤngend. Die Fuͤße ſind wie lahm und gelenklos; jene, die ſchwer athmen, ſtehen und zwar mit tiefgeſenktem Kopfe; andere, die leichter athmen, liegen be⸗ ſtaͤndig gerade. Die Miſtung iſt faſt immer jetzt fluͤſſig, braͤunlicht, ſchwaͤrzlicht und ſtinkend. Der Urin iſt hell, ohne Schaum; der Puls entweder ſehr ſchnell oder auch ungewoͤhnlich lang⸗ ſam, das Herz klopfet ſtark an beide Bruſtwandungen. Die an verſchiedenen Koͤrpertheilen entſtandenen Beulen, Knoten und Wuͤlſte breiten ſich entweder aus und bilden ganze Saͤcke, oder ſie bleiben begraͤnzt ſtehen, und erheben ſich. Einige bekommen auf der Zunge Blaſen(Aphthae malignae), die man auch am Gaumen und After findet. Manchmal bildet ſich nur eine Beule oder ein Sack, oder auch nur eine Blaſe aus; meiſten⸗ theils kann man aber in ſolchen Faͤllen mehrere durch die Haut fuͤhlen. Beide Flanken, oder auch bald die rechte, bald die linke, ſchwellen an, ſtehen hervor, werden wulſtig oder fal⸗ len ungewoͤhnlich ein. Die Abmagerung iſt ſichtbar, der Trieb leer, und das Athmen beklemmt und durch Huſten unterbrochen. Die Herzgrube, die Bruſt, und die innere Flaͤche der Fuͤße duͤnſtet ſtark, fett und klebricht aus. Die Thiere ſtehen nun ganz unbeweglich und dahinſtarrend da, aͤußern keine Empfin⸗ dung gegen aͤußere Eindruͤcke und erleiden ſtarkes Sehnenhuͤ⸗ pfen. Viele, bei welchen die Bruſtbeſchwerden nicht zu groß


