Trauer⸗und Troſt⸗Gedichte. 123
Als deren Niederlag iſt gleichfalls nicht zu Zauß/ Ihr Zandel ſtreckt ſich weit durch alle Bimmel aus. Sie ſind nur Pilger hie/ die nach dem Kleinod jagen/ Und es zugleich in ſich durch dieſe Wuͤſten tragen/ Hier iſt kein Gut vor ſie/ das Liebens⸗wuͤrdig ſey/ Im Glauben eilen Sie die Creatur vorbey. Sie gehn von Arafft zu Rrafft„pblöhon im Druck und Schmer⸗ teu/ Da die Aufſteigungen und Pfade ſind im Hertzen/ Biß daß ſie kommen einſt zu GOtt gen Zion hin/ Da ihre Beylag iſt/ mit voͤlligem Gewinn. Darauf war auch Herꝛ Palm bedacht auf ſeinen Reiſen/ Sich hier in ſeinem Lauff vor GOtt treu zu erweiſen. Es traff Ihn mancher Kampff/ viel Schmach und Haß der Welt/ Weil Er die Warheit ihr mit Nachdruck vorgeſtellt. Ihn konnte keine Laſt noch Luſt der Welt ſo zwingen/ Daß Er nicht ſuchte ſtets aufs neu in GOtt zu dringen/ Und ſeine Lampen hielt mit Oele wohl geſchmuckt/ Damit Er ewiglich mit Palmen werd erquickt. Frau Palmin ſeye dann nun wiederum zu frieden/ Weil auf ein kleines nur ihr Herr iſt abgeſchieden! Dann Er den beſten Tauſch und Wechſel nun gethan: Den Simmel vor die Erd hat Er genommen an. * Pf. LXXXIV, 7. 5. LXX.
Alo bezeuget ſeine aufrichtige Liebe und Condolenz uͤber den Seel. Hintritt ſeines ehemahligen hochweithiſten Heren Hoſp its mit hertzlicher Wuͤnſchung Goͤttlichen Troſtes vor die betruͤdte Hin⸗
Kha Nndreas Broß/ geweſener E2ASANS2ANSSANSSSSaNSaSSnNSsakSaNs
XII.
MWa⸗ durch verbottnen Gnuß des Baums dort war verlohren/ Hat GOtt durch ſeinen Sohn ſelbſten nun wiederbracht: Indem Er Ihn zum Heyl der Menſchen auserkohren/ Vorerſt den Glaubigen zum Lebens⸗Baum gemacht. Wohl dann Herꝛn Palmen Seel/ die ſich mit&Ott beſtrebet/ Durch Glauben/ Buß/ Gebett zu werden einverleibt Dem Baum/ aus deſſen(a) Safſt im Grund zu ſeyn belebet/ Von auſſen fruchtbarlich: drum ſie m 4 jetzt bleibt. 9 H* a
(a) Rom, Rom. NI, 17.


