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Eine Wohl-vollbrachte Ritterschafft Und Wallfahrt zur ewigen Wohlfahrt, Dardurch man des Himmlischen Kleinods wird theilhafft : In einer sonderbahren Leichen-Rede, Aus 2. Tim. IV,7. 8. Nach dem seeligen Ableiben Des ... Herrn Johann Heinrich Palmen ... Hof-Jubiliers, und Niederlags-Verwandten zu Wien ... Als Derselbe ... 1710. den 18. Aprilis allda seelig gestorben ... / Vorgestellt und auf Begehren ausgefertiget Von M. Ludwig Carl Ditzinger, Ministerii Seniore
Entstehung
Seite
122
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22 T roſt⸗ und Trauer⸗Gedichte.. Gegen⸗Satz. Wergnuͤgtes Wien!

Drinn ich zum Freyer worden bin. Es ſolt nicht Eſſlingen der Orte Senn/ wo ich ſolte ſterben;

Ich mußte durch des Kaͤiſers Pforte Zur Lebens⸗Pforte zihn.

Ach wie vergnügte Freuden⸗ Worte!

Es war mir vor im Sinn/ 4 Ich werd nun Freud nach Leid erwerben. Ach treuer Wunder⸗GOtt! Wie ſeeliglich iſt dein Regieren/ Mit Kummer!

Mara kam ich her/ ohn Kigunner zieh ich hin/

So laßt als Braut mich Gott heimfuühren. Mit Palmen in der Hand des Sieges zum Gewinn. GOtt Lob! daß ich nun ſagen kan: Ich hab das Ziehl erreicht und ſteige Himmel an

Dieſes ſetzet aus dem verſicherten Sinn des Seel. Herr Palmen und deſſen betruͤbter Frau Wittwe/ aus leydtragendem Hertzen

M. Gottlieb David Rumpus, Pfarrer zu Lußhein. 89028GO2803320,0380,320,0320,0320,0320,0360,0360,0380, O2

X. Macus PALMARIUIM virtuseſt tendere Surſum,

Has onerent etſi mille premantque manus. IE verò expreſſiſſe neget quis, ſtrenue PALMl, Virtutem PFALMA vitaâ obituque tuo.

Pie Defuncli memoriæ hoc conſecrat Joann. Pridericus Sutor. Pedag. Eſfling. Rector& Alumn. Ephor.

2800800:8600 CCSc 00660000 XI. 4 e Fer Palm iſt doch nicht todt/ wiewohl Er iſt geſtorben/ Weil ja das Leben ſelbſt durch Sterben wird erworben. Es gieng das Lebens⸗Liecht allhier ſchon in Ihm auf⸗ Dadurch Er auch zu GOtt gerichtet ſeinen Lauft. Er hat die rechte Perl zu ſuchen Ihm erleſen/ Und iſt ein Reiſender nach Chriſten⸗Art geweſen:

Als