2—KC hriſtliche
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daß der Zeit leiden nicht werth ſey der Herꝛlichkeit die an den Glaubigen ſoll F fenbahret werden; und daß die Trubſaalſ die zeitlich und leicht iſt/ ſchaffe eine ewige und uͤber alle maſſe wichtige Herꝛlichkeit/ denen die nicht ſehen/ auf das Sichtbare/ ſondern auf das Unſichtbare; Wie der Glaube wie Gold gelaͤutert/ das Gebet erwe⸗ cket/ Vertrauen auf ſich ſelbſt niedergeſchlagen/ und indem der alte Menſch ver⸗ weſet/ der innere von Tag zu Tag zu GOtt erneuert/ durch des einen Abnehmen des andern Wachsthum befoͤrdert werde; und wann das Weitzenkornlein er⸗ ſtorben und recht vermodert/ daß neue Gewaͤchs und Frucht des Lebens herfur geüne und man alſo durch die enge Pforte in die ſeeligſte Freyheit/ in das wuhre eben eindringen werde. Wohlan dann/ laſſet uns Chriſto folgen/ und nicht eigene Wege inehr wand⸗ len/ noch das Creutz⸗Leben Chriſti fliehen! der ſchmale Weg iſt breit genug zum Leben/ wenn man nur ſanfft/ gerad und ſtille gehet. Und wann es gleich durch Tod und Dornen gehet/ ſo triffts doch nur die Ferſen/ und nicht das Hertz; Das ſanffte Joch kan ja nicht harte drucken/ es wird das boͤſe nur dardurch gedruckt. Die leichte Laſt macht erſt ein leicht Gemuͤthe/ das Hertz hebt ſich darunter hoch empor/ der Geiſt kriegt Lufft ſein Wandel komint in Flor/ und ſchmeckt dardurch des HErꝛn Guͤte ꝛc. als welcher es an der Weßzehrung nummer manglen laͤßt/ daß die Seele nicht verſchmachte auf dem Wege. Matth. XV, 32. Der da will Stecken und Stab/ eine Feur⸗ und Wolcken⸗Saͤule/ und ſein Wort ein Liecht auf dem Wege ſeyn; den Gang befordern/ ſeinem Engel befehlen/ daß Er ſblle die Pilgrimme zum Himmel auf den Haͤnden tragen; Der Wegweiſer der H.
Geiſt/ ſoll durch⸗ und aushelffen in der groͤſten Gefahr/ Wege im Meer geben
und in den Fluthen ſichern Lauff. Eſ. XLIII, 16. 19. Sap. X, 17 c. XIV, 3. c.
XIX, 7. Und nach den engeſten Einſchrenckungen/ die Fuͤſſe wieder auf weiten Raum ſtellen.
Daraus kan nun ein jeder leicht abnehmen/ daß das wahre Chtiſten⸗ thum nicht beſtehe im Muͤßigang/ Faullentzen/ Sorgloſigkeit/ gu⸗ ten Tagen/ und ſuͤndlichen Ergoͤtzungen; ſondern/ daß es ſeye ein groſſer Ernſt/ ein wichtiges Werck/ ein groſſes Geſchaͤff/ ein eruſt⸗ licher Lauff/ ein ſchwerer Kampff/ ein unermudetes Ringen/ ein ſo groſſes beſtaͤndiges Geſchaͤfft/ daß es wie kaͤmpffen/ lauffen/ ſtandhalten/ alle Kraͤfften Leibes und der Seelen/ Erkanntniß/ Muth/ Tapfferkeit/ Fuͤrſichtigkeit/ Tauerhafftigkeit/ u. d. g. erfordere; wie die Alten pflegten zu ſagen: Ein Chriſtlicher Ritter muſſe drey Hertzen haben, erſtlich ein Hiobs⸗Hertz/ zur Gedult im Leyden/ denn wie Chriſtus im Felſc elitten hat/ ſo muſſe man ſich auch wappnen mit gleichem Sinn/ 1. Pet. IV. Darnach ein Jacobs⸗Hertz/ zur Beſtaͤndigkeit im Gebet; Ich jaſſe dich nicht/ du ſeegneſt mich dann/ Gen. XXII, 27. Endlich ein Davids⸗Hertz/ zur Frendigkeit und Vertrauen zu GOtt/ denn mit meinem GOtt kan ich uͤber die Mauren ſprin⸗
en/ PL. XVIII, 30. Aber auch ein ſeeliger Stand des Glaubens/ ein Durch⸗ bruch um Leben/ und glſo eine freudige Ausrichtung des Goͤttlichen Beruffs: in er Ubung und Stand ſich alle die jenige munihn erfinden laſſen/ welche/ mit der Huͤlff Chriſti/ das ewige Himmelreich erjagen/ das End des Glaubens davon tragen/ ſeelig ſterben/ die Cron des Lebens ererben/ das hoͤchſte Gut beſitzen/ und nach der Zeit die vollkommene Seeligkeit erlangen wollen.
Inmaſſen Paulus/ welcher eben ſo wenig als Chriſtus gewohnet war neue Buꝛden und unertraͤgliche aſten den Seelen auffzulegen; noch mit unnothiger und unmoͤgli⸗
cher Arbeit die Menſchen zu beladen noch mitgeſetzlichen Zwang die iſfen zuig⸗ en;
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—= PFSerngchee
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