Leich⸗Predigt. 49 bens volle Zueignung und Verſicherung/ oder des Kleinods beſchriebene Koſtbarkeit/ angemaßte Eigenthumlichkeit/ und bedungene Allgemeinheit zu eroͤrtern waͤre/ wann Zeit/ Raum und andere Umſtaͤnde noͤthige Ausführung und Beitlaͤuffigkeit gonnen wolte.—
Es heiſet aber in ſeiner Sprach: Im uͤbrigen/ uͤber dieſes alles/ und zur Vergeltung deſſen allen was bißher gethan und gelitten habe/ iſt noch uͤbrig das Conſequens, die Frucht/ nicht Verdienſt/ als ob um der Wercke willen der Gerechtigkeit die ich gethan/ es geſchehen ſolte/ Iit. III. ſondern ein Stuck der Ordnung Sottes/ wie auf die Mittel das End folget. Und alſo/ wenn einem in der Weſt alles genommen waͤre/ iſt das jenige/ was uͤberbleibet/ die beſtaͤn⸗ ig Habe und Schatz/ welchen weder Motten noch Roſt freſſen kan/ Matth. VI, 19. 1. Iim VI. Hebr. X, 34 Pſ. LXXII, 26. und das wird ſeyn die offentliche en aben
der Ehren Cron/ das herꝛliche Erb und Kleinod/ welches den Überwindern verheiſ⸗ ſen/ und ſeinem volligen Benuß nach aufbehalten iſt im Himmel. Indeſſen/ wi Paulus ſagen/ habe ich das meinige gethan/ mirs rechtſchaffen ſauer werden laſ⸗ en/ obwohlen es mir bereits nicht anderſt iſt/ als einem Weibe/ die/ wann ſie ge⸗ ohren hat/ nicht mehr an die Schmertzen und Traurigkeit gedencket. Joh. XVI, Act. XX, 24. Ich habe meinen Lauff vollendet mit Freuden; die Verſicherung der Beuth hat mir den beſchwerlichen Streit ertraͤglich gemacht/ und die Liebe zum Vatterland hat mir den weiten Weg verkürtzet. Prov. XIV, 32. Ich weiß auch/ daß die Zeit meines Abſchieds vorhanden iſt/ dann ich werde ſchon geopffert. Welches Chriſtus mir /wie dem Bruder Petro offenbahret hat/ Act. XX, 28§. 2. Pet. I, 14. wie vorhin Moſen/ Aaron/ Hißkia/ Simeon und andern wiederfahren iſt. Die Welt und Feinde der Warheit moͤgen mich zum Feg⸗Opffer machen/ von mir urtheilen als einem Lotter Buben und Maleficanten/ memen Tod fuͤr Schande/ und meine Hinfahrt fuͤr ein Verderben achten; mir tſis eine Aufloſung/ Fried⸗ und Freuden⸗Fahrt/ Heimhohlung/ Croͤnungs Tag. Nan iſt es an GOtt/ auf den kommt es an/ daß Er das Seinge thue/ ſeine Zuſa⸗ ge annur erfuͤlle/ und mir aushelffe zu ſeinem ewigen Reich; daß auf den Streit die Beuth/ auf den Krieg und Sieg die Crone/ daß nach der Arbeit der Lohn/ und auf die Treue der Preiß folge; deſſen bin ich auch in gewiſſer zuverſicht/ daß/ der das gute Werck in mir angefangen/ werde es auch vollfuͤhren. Phil. I, 6. Und daß es nicht umſonſt ſeye/ daß man ſo hart Leben fuͤhre. Mal. III, 14 Und was ſage ich? Es wird mir ſo gar nicht fehlen koͤnnen/ weilen mir bereits ſchon beygeleget iſt die Crone der Gerechtigkeit ꝛc. Crone und Reich/ Zterde und Genuß iſt auch nach gemeiner Redens Art einerley. d. i. Ich habe nicht nur die Verheiſſung der ewigen Belohnung/ Brieff und Sigill darfuͤr/ die Hoff⸗ nung als einen feſten Aucker/ Matth. X. und 19. und 25. Rom. XXV. Eph. XI, 12. 1. Tim. IV, 8. deſſen/ der nicht luͤgen kan/ noch betrügliche expectanz- decreta gidt/ Hebr. VI, 16. feqq. der auch nicht ungerecht iſt/ daß Er vergeſſe unſeres ercks in der Liebe v. 10. ſondern/ wie ich das Recht und Anſprach aus der Din⸗ gung, Matth. XX. aus der Kindſchafft/ und erfuͤllten Condition, nicht zwar aus erdienſt, ſondern nach der Ordnung und Wohlgefallen GOttes/ und Natur des Chriſten Stands/ habe; ſo bin ich deſſen in meinem Hertzen ſo gewiß verſichert/ daß ich nimmer zweiffle/ Hebr. XI, 1. weil ich weiß/ daß Chriſtus ſolches gewiß erworben/ GOtt alles zubereitet hat im Himmel/ da es aufbehalten iſt. Matth. XXII, 4. Jac. I, 12. 1. Pet. I, 4. Weilen das Sigel der Gerechtigkeit das Pfand des Lwigen Erbes/ der Heil. Geiſt/ und deſſen Zeugniß mir gegeben iſt/ Rom. VIII. 2. Cor. I, 22. c. V, F. Eph. I, 14. ja bereits groſſen theils den Beſitz/ Vorſchmack/ Genuß/ und Erſtlinge darvon habe/ Hebr. 4. 5. 2.Cor. XII. und in Ln


