45 Chriſtliche
peu Redlichkeit behalten; und wieeer der mit brennenden Fackeln Wett⸗Lauf. et/ nach der alten Weiſe/ ſeine Fackel brennend biß ans Ziel bringet/ dn Preiße halten; alſo das Oel des Geiſtes und Licht de Glaubens biß ans Ende fertig hal⸗ ten; Matth. XXV. oder wie ein Soldat auff dem Kampff⸗Plah und vor ſeinem Feind Stand haͤlt/ nicht weichet/ das iſt Standhafftigkeit. Nach eines tapffern Streiters Symbelo: Iu ne gede malis, ſed contra audentior ito. Dar⸗ um wie der Glaube Hypoſtaſis, eine Grundung/ Grund⸗ Feſte iſt/ Hebr. XI. da man ſich erbauet auf ſeinem allerheiligſten Glauben/ Ep. Iud. v. 20. und nicht weichet noch wancket/ Eph. XXVIII. Pf. CXXV. in Widerwaͤrtigkeit getroſt/ und wie ein Felß im Meer/ wider alle Stuͤrme iſt/ Pſ. XL.VI. Pſ. LXXIII, 23.Eſ.XXVIII, 161 Matth. VII, 24. Jac. I, 6. 2. Cor. XI, 3. Eine Goͤttliche Hertzens Beredung und Uberzeugung/ Luc. XI, 22. Act. XXVI. 1. Iim. I, 12. Rom. VIII, 38. Eph. III, 12. ein volles Vertrauen/ Hebr. X, 22. Rom. IV, 21. Freudigkeit und Trotz des Herhens/ 1. Ioh. IV, 17. eine erwegene Zuverſicht/ daß man tauſendmahl daruber
as Leben lieſſe. Rom. VIII. Wer will uns ſcheiden? ꝛc. Wer will mir den Him⸗ mel rauben? den mir ſchon/ GOttes Sohn/ hehgelcgt un Glauben. So folget daher/ daß ein ſolcher auch auf ſeinem Poſtenfeſt ſtehet/ wie ein Soldat; ſich nicht ſelber abloſen/ weniger der Arbeit und Gefahrlichkeit durch eigene Abkürtzung des Lebens ein Ende machen wolle. Dann ſolches iſt Ungedult/ nicht Tapfferkeit. Alſo Glauben und gut Gewiſſen nicht nur wie ein koſtbarſten Schatz in einem ſtar⸗ cken Behaͤltniß bewahret; ſondern immer mehr vorſichtiger durch Nachſtellung/ Abiockung/ und alſo voll bereitet/ geſtaͤrcket/ gekraͤfftiget/ gegrundet wird/ 1. Petr. V. 10. Wie die Baͤume durch Sturm⸗Winde nur immer tieffer unter ſich greif⸗ fen/ und einwurtzlen lernen; alſo durch viele Anlaͤuffe nur deſtomehr befeſtiget wird/ einen redlichern Sinn/ mehrere Auffrichtigkeit des Hertzens/ einen Abſcheu der of fenbahren Untreu der Welt erlanget/ und an Gott feſt und unbrüchlich verbleibet/ 1. Cor. IV, 2. Luc. XII, 42. Phil. II. 1. Joh. II. Dahero das Angeſicht des Ge⸗ maths immer zu GOtt/ wie die Sonnen⸗Wende nach der Sonnen/ wie der Magnet nach dem Nord Pol richtet/ an ihme klebet/ wie eine Klette am Kleid; ſich von ſeiner Bekandtniß/ Liebe/ Dienſt und Hoffuung nicht abwendig machen laſſet/ weder Todt noch Leben ꝛc. Rom. VIII Indeme man durch eyfferigen Gebrauch der erhaltenden Mittel/ dem Glaubens⸗Toͤchtlein immer friſches Oel zugieſſet. Und ſolcher Befeſtigung und Verſieglung/ Erhaltung und Unüberwindlichkeit in den groͤſten Gefahren kan verſichert ſeyn daß man aus GOttes Macht werde bewahret werden/ und treu verbleiben konnen/ daß man nicht muthwillig ſundige und aus der Gnade falle. Dann/ nicht eigentliche Schwachheits/ ſondern vor etzliche und wohlvermeidentliche Sünden den Glauben auffheben; Wer aber nicht Glauben haͤlt/ hat auch keinen guten Kampff gekaͤmpfft. Wer aber das angefangene Werck biß ans Endfeſt behaͤlt/ der iſt Chriſti theilhafftig worden/ Hebr. III, 14. Weilen nun wahre Chriſten eben denſelben theuren Glauden einpfangen haben/ wie Paulus/ 2. Petr. I, 1. ob ſchon/ auch wohl aus eigener Schuld/ im geringern Maaß/ ſo iſt er ih⸗ nen zur Ergreiffung und Behauptung des ewigen Lebens dennoch zulaͤnglichgenug. In welchei Glauben man einen freudigen Zugang hat zuder Gnade/ darinnen man ſehet/ und ruͤhmnet ſich der Hoffnung der zukunfftigen Herrlichkeit/ die GOtt eben ſoll/ Rom. V, 2. Oidas iſt Gnade und Gabe/ die unaus prechlich/ und den redlichen Seelen zugeſaget iſt/ Apoc. III, 12. I. Cor. I, 8. Eph. IV, 30. I. Petr. V, to. Gal. II, 20.
Wie Paulns nunden Anfang ſeinesChriſten⸗Standes und Apoſtel⸗Ampts mit
kaͤmpffen/ den Fortgang mit laufſen/ und den usgang mit Glauben halten/ ausgedruckethak ſo zeiget Er daß dieſe Stucke ſo genau mit einander verbunden ſeyen/ daß/ wo eines fehle/ alles ſehle; und ſonderlich/ wo das Letzte mangele⸗ ent⸗ weder die vorhergehende Stücke nicht rechtſchaffen/ oder doch nicht vortraͤg ehe⸗ ſen ſeyen. Daheroſtellet er ſich auch in dieſemn Stuck zum Muſter der Nachfolg
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