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2— Chriſtliche
und befbrdert werdeſſer X.23. es auch nicht ligt an jemands Wollen oder Lauffe 1 ſondern an GOttes erbarmen/ Rom. IX. und aß der nde Mollen Wnen
leite. Darum muß man immer um neue verheiſſene Kraͤfften a
leite. ue verheiſſene Kraͤfften anhalten/ in neuem Vorſatz und gefaßtem Muth: Solte unich Fuvie nreuen n— 0 1
in ad
nach ihren Toͤpffen ſchreyen/ Hertz und Geiſt nach Sodom ſehn? Laß mich bitten/ wachen/ kaͤmpffen/ Suͤnde/ Tod und Teufendampfſeu, und dem Anlauff widerſtehn. Wird mir Krafft und Muth genommen/ und/ wenns ſoll zum Treffen kommen/ ich nur hab den Willen noch/ ſo verleih auch das Vollbringen/ Weißheit/ Krafft in allen Dingen/ und zutragen Ehriſt Joch; Und damit man nicht verſchmachten moͤge auf dem ex Pnd nit Elia Zeh⸗ rung habe biß an den Berg GOttes/ hat man ſich mit Chriſti Wort/ Fleiſch und Blut/ als dem rechten Colliphio zu ſtaͤrcken. Denn die auf den HErꝛn hoffen/ krie⸗ gen immer neue Krafft/ daß ſie auffahren mit Fluͤglen wie die Adler/ daß ſie lauf⸗ fen und nicht matt werden/ daß ſie wandeln und nicht muͤde werden/ Ef. XL, 31. in welcher Hoffnung es immer heiſſen ſolle: Zeuch uns nach dir/ ſo lauffen wir. Cant. I, 4. Weilen aber die Abweichungen ſo heimlich und ſubtil ſind/ ſo hat man immer um Befeſtigung zu bitten/ Hebr. XII. Und mit David zu ſeuffzen: Er⸗ forſch mich GOtt/ erfahr mein Hertz/ verſuch all mein Gedancken/ und ſieh/ ob mein Thun hinderwaͤrts auf eine Seit woll wancken/ ob ich getretten ab der Bahnilaß mich 8 Her. nicht fuͤrter gahn/ auf rechtem Weg mich leite/ der dir gefall und ewig ſey! b 3 2 Darum 8 es ſchon bißweilen ſich anlaͤßt/ als ob die Kraͤfften nicht wollten zureichen auf dem Wege/ als ob der Lauff zu lang und die Zeit wolte zu kurtz wer⸗ den; ſo laͤſſet dennoch bey embſigen Seelen das eilen in den Begierden nicht nach/ und erſetzet bey ihnen das Gebet/ was den Fuſſen mangelt/ biß die Noth die Fluc t
aus Sodom und Babel beſchleuniget/ das Leben zu retten; da lernet man ſo wohl der Natur als dem Himmelreich erſt recht Gewalt anthun/ nach dem Ein⸗
ang durch die enge Pforte zu ringen/ mit Furcht und Zittern zu ſchaffen/ daß man kelig werde; laſſet ſich auch die Lahme/ Hinckende und ſo weit Zuruckbleibende I. Cor. X, 1. die traditores, libellaticos, feige Hertzen/ am Eyffer der Progreſſen/ durchaus nicht hindern/ ſolte man auch mit Joſua und Caleb gantz allein ins ge⸗ lobte Land einkommen/ oder mit den Martyreren und treuen Blut⸗Zeugen das Leben laſſen muͤſſen; ehe ſonſt die beſtimmte Jahre ankommen/ zu gehen den Weg aller Welt.
Und da ſtellet ſich Paulus abermahl als ein Erempel und Fuͤrbild eines Chriſt⸗ lichen Wett⸗Lauffers und Wandersmanns fuͤr; wann Er von der Vollendung
ſeines Amts⸗Chriſtenthums⸗Leidens⸗ und Lebens⸗Lauff redet; daß Er den Lauff Platz in den Schrancken durchloffen biß zum Ziel. Und zeiget/ daß man nicht zu beſorgen/ daß wenn man bald anfange und ernſtlich fortfahre zu lauffen den
Weg der Gebotten Gottes/ man moͤchte zu bald vollkommen werden/ und wohlg 3 e/
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aͤber dasZiel hinaus lauffen; Indeme viel eher zu beſorgen/ daß man zuruck bleibe/ ſichaufhalten laſſe/ der Sache zu wenig als zu vielthue; Sintemahl Er ſo lang/ und mit ſolchem Ernſt vor GOtt gewandelt/ und doch biß an ſein End damit zu thun gehabt/ ehe Er alle Grade und moͤgliche Stuffen aller Stucke der Amis⸗ und Chriſten⸗Pflicht durchgegangen; als em Bottſchaffter an Chriſtus ſtatt/ ſei⸗ ne Geſandtſchafft verrichtet/ 2. Cor. V. als Tuba mundi, die Apoſtoliſche Son⸗ ne/ viel hundert Meilen weit und breit den Namen Chriſti getragen fuͤr die Koͤ⸗ nige/ fur die Heyden und fuͤr die Kinder Iſtacl Act. IX. Und alſo mehr gearbei⸗ tet/ denn die andere alle. I. Cor. XV, 2. Cor. XI. 28. Rom. XV,
19. 20.
Inzwiſchen alles mit dem Evangelio Seriſe erfuͤllet habe/ Act. XV. Er be aher aewandelt nit allm guten Hemlſin bor Grde und Menſchen,
wie der Bund und Schuld erfordert/ r. etr. III, 32. daß er ſagen khane 1 en
4 ewiſſe
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