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28 Chriſtliche
ne rechte Burg und Veſtung traue; mit GOttes Wort ſich feſt mache/ ſich ſelbſt auf muntere/ und aus den Exempeln der Alten und Vorgaͤnger/ da keiner jemahls ver⸗ laſſen worden/ der auf den HErrn gehoffet hat/ in ſeiner Hoffnung geſtaͤrcket/ und, alſo geübet werde in allerley Erkantnuß und Erfahrung/ vom Glauben in Glau⸗ ben/ von Krafft in Krafft gehe; aus jeder Acion geuͤbtere Sinne/ zum Unterſcheld des Buten und Boſen/ mehrere Staͤrcke des Geiſtes/ geſchicktere Art dem Feind zu begegnen/ und aus jedem Sieg neue Hoffnung der volligen Freyheit erlange/ und im Glauben die Welt ſchon überwunde habe/ 1. Joh. V. Und alſo fort im Glauben man darreiche die Tugend/ und in der Tugend Beſcheidenhett/ und in der Beſchei⸗ denheit Maͤſſigkeit/ und in der Maͤſſigkeit Sedult/ undin der Gedult Gottſteligkeit/ und in der Gottſeeligkeit bruͤderliche Liebe/ und in der bruͤderlichen Liebe allgemeine Liebe. Dann/ wo ſolches reichlich iſt/ wird es keinem faul noch unfruchtbarſeyn laſſen/ in der Erkaͤntniß unſers HEren IEſu Chriſti. Welcher aber ſolches nicht hat/ der iſt blind/ und tappet mit der Hand/ und vergiſſet der Reinigung ſeiner vo⸗ rigen Suͤnden. Wer aber deſto mehr Fleiß thut/ ſeinen Beruff und Erwoͤhlung
feſt zu machen/ der wirdnicht ſtrauchlen; und alſo wird ihme reichlich dar⸗ gereicht werden der Eingang in das ewige Reich unſers HErrn und
Heylandes IEſu Chriſti/ 2. Petr. I. Von einem ſolchen iſt nun fern/ daß er ſolte Gemeinſchafft haben wollen mit den unfruchtbaren Wercken derFinſternuͤß/ ſondern wird dieſelbe vielmehr ſtraffen;ſich huͤten/ daß er ſich von keiner Luſt/ Ehre/ Geld/ o⸗ der Gewalt beherrſchen laſſe; ingedenck/ daß/ von wem man uͤberwunden/ des Knecht ſeye man worden/ Rom. VI, 16. ſondern er beſtehet in der Freyheit von aller Eitel⸗ keit und Anhaͤngigkeit/ und erhaͤlt einen Sieg nach dem andern uͤber ſich ſelbſt: wel⸗ ches die gro te Tapfferkeit iſt/ Prov. XVI, 32. und alſo folglich uͤber alle Welt/ Suͤnde und Sata/ als welche ohne des Menſchen Einwilligung ihme nichts anhaben/ noch ſchaden koͤnnen..—
Derrohalben laͤſſet ein ſolcher dem Fleiſch keinen Raum/ betaͤubet ſeinen Leib/ toͤdtet des Fleiſches Geſchaͤffte/ reiſſet die aͤrgerlichen Glieder des alten Adams aus/ und hauet ſie ab/ Matth. 18. nimmt ſeine Vernunfft gefangen; und iſt ihm üͤbrig genug/ daß er die vergangene Zeit zugebracht nach Heydniſchen Willen/ 1. Pet. IV, 2. 3. ſonderlich/ Eph. II, 2. 3. und ſiehet ſich für vor ſeinem eigenen Geiſt/ Mal. II, 15. Wtiderſtehet den Satanmit Wachen/ Faſten und Betten/ Iac IV. meidet nicht weni⸗ ger als ihren Principalen ſelbſt/ die aus des Satans Schule ſind/ Marth. VII Apoc. I. kündiget der Welt die Freundſchafft und Gleichſtellung offenhertzig auf; verach⸗ tet deren Eitelkeit/ Schmach/ Verfolgung/ Einwuͤrffe und Reitzungen großmuͤ⸗ thig; und damit er nicht in das ungoͤttliche Weſen mit eingeflochten werde/ meidet er alle Gelegenheit; und wuͤrde lieber wollen ſterben/ als ſundigen/ und ſich an dem Namen ſeines GOttes vergreiffen/ Bund/ Glauben und Gewiſſen verletzen.
Sich immer vorſtellend/ daß ez kein Kampff ſeye um eine vergaͤngliche Ero⸗ ne/ ſondern fuͤr das unbefleckte und unverwelckliche Erbe das behalten iſt im Him⸗ mel; nicht um Holtz und Stein/ ſondern um das hinunliſche Jeruſalem/ ewige Perlen und Kleinod. Vornehmlich zwar/ daß man das kuͤnfftige erreiche/ aber auch das Gegenwaͤrtige/ und was bereits/ dem Recht nach einem zugehoͤrt/ im Glauben wuͤrcklich beſitzet und genuͤſſet/ nicht verliehre; das/ was man bereits er⸗ rungen/ und erarbeitet hat/ nicht ſo leicht verſchertze/ ſondern behalte/ was einemn gegeben worden/ daß ihme niemand ſeine Crone nehme/ Apoc. III, 7. 2. Ep. Joh. v. 8. daher ſo lang unermuͤdet anhalte/ biß man der Feinde Meiſter/ der vorigen Freyheit Beſitzer worden; und daher bereits in dem Leben unter die Jünglinge ge⸗ hore/ welche ſtarck ſeyn/ und den Boͤßwicht uͤberwunden haben/ 1. Joh. V. 4. als Chriſti Angehoͤrige/ ihr Fleiſch wuͤrcklich gekreutziget/ Gal. V, 24. und die Welt durch den Glauben und des Lammes Blut uͤberwunden haben/ Apoc. 12.
Demnach immer nach dem vergangenen zur Hoffnung/ daß cs auch kuͤnfftig
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