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Anlage III.
Gemeinde Unter⸗Schönmattenwag.
Beſitzſtand, Natural⸗ und Geld⸗Rechnung und Rentabilitäts⸗Berechnung
eines
Taglöhnergütchens ohne Waldbeſitz von 1,5 Hectar.
Der Beſitzer iſt verheirathet, 59 Jahre alt, die Frau iſt 48 Jahre alt. Beide Gatten ſind körperlich rüſtig und arbeitstüchtig. Sie beſitzen 3 Kinder, einen Sohn von 15 Jahren und einen ſolchen von 10 Jahren und eine Tochter von 13 Jahren. Die Kinder leben im Elternhaus und ſind nach Kräften in der Wirthſchaft thätig. Der Beſitzer übernimmt neben den Arbeiten ſeiner eigenen Wirthſchaft bei den Be⸗ ſitzern von Eichenſchälwald in der Gemarkung Rindenernte⸗Arbeiten im Akkord, geht zur Getreideerntezeit auf 10— 14 Tage über den Rhein behufs Uebernahme von Erntearbeiten und beſchäftigt ſich im Winter mit Anfertigung von Kehrbeſen.
Der Grundkbeſitz iſt mit einer Hypothekſchuld von Mk. 940 belaſtet, für welche jährlich Mk. 45 Zinſen aufzubringen ſind. Außerdem hat der Beſitzer noch ca. Mk. 180 Perſonalcreditſchulden. Derſelbe hält ſich trotz des wenigen eigenen Wieſen⸗ futters zwei Kühe, weil er ſonſt ſeine zum Theil weit entfernt liegenden Aecker nicht würde bebauen können. Vor zwei Jahren iſt dem Beſitzer eine Kuh verunglückt und war er in Folge deſſen gezwungen, als Erſatz eine Kuh auf Credit zu kaufen und zwar, wie dieſes ſo üblich, von einem Handelsjuden, der ſich das Eigenthumsrecht vorbe⸗ halten. Der Beſitzer ſucht nun jährlich eine friſchmelkende Kuh mit Kalb zu ver⸗ kaufen, um wiederum eine geltgehende, geringpreiſigere Kuh anzukaufen und mit dem erzielten Ueberſchuß eine Anzahlung auf letztere zu leiſten. Hat der Mann Glück und kann dieſe Manipulation öfter wiederholen, dann wird auch die Anzahlung auf die geringwerthigere Kuh, die angekauft wird, allmählich wachſen und die Kuh kann ſchließlich wiederum ſein freies Eigenthum werden. Allein ſelten wird das angeſtrebte Ziel erreicht, viel häufiger wird dieſes Spiel zur Ausſaugung des Mannes durch


