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Die Anſichten zuverläſſiger Gewährsmänner gehen dahin, daß der Schuldenſtand im letzten Jahrzehnt etwas abgenommen habe; doch bezieht ſich dies hauptſächlich auf die(überhaupt nicht ermittelten) Mobiliarſchulden. Die Belaſtung mit Hypotheken datirt aus älterer Zeit und beſteht noch in ſolcher Stärke, daß eine Abnahme kaum angenommen werden kann. Die Kaufſchillingſchulden ſtammen naturgemäß mehr aus neuerer Zeit, ob eine weſentliche Abnahme derſelben aber angenommen werden kann, erſcheint in Anbetracht ihrer Höhe ebenfalls zweifelhaft.
c. Die Hypothekenzinſen und Güterziele werden zum Theil pünctlich, im All⸗ gemeinen jedoch nicht pünctlich bezahlt, und es kommen häufig Rückſtände vor, was beſonders auch bei den Kaufſchillingen hervortritt, da deren Höhe weit diejenige Summe überſteigt, welche durch die in den letzten Jahren ſtattgehabten Beſitzwechſel gerecht⸗ fertigt erſcheint.
d. Die Urſachen, welche einen erkennbaren Einfluß auf die Verſchuldung üben, ſind aufs engſte verbunden mit denjenigen, welche auf die unbefriedigende Rentabilität einwirken und es kann daher im Allgemeinen auf die zu Frage IX gemachten Dar⸗ legungen verwieſen werden. Im Einzelnen ſei bemerkt, daß häufig die Veranlaſſung zum Schuldenmachen mangelndes Betriebscapital, unwirthſchaftlicher Ankauf von Grundſtücken zu hohen Preiſen, häufige Viehhändel, in naehen Fällen auch häufiger Wirthshausdeſuch und nachläſſige Wirthſchaft iſt.


