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vollständige Entschädigung an den darin verhüllten, die Form weit überwiegenden, herrlichen und immer gültigen, weil gesunden, Gedanken, die besonders dann überraschen, wenn Schuppius die Bibel auslegt und von den Aussprüchen und Stellen der heiligen Schrift, die er vollständig in der Gewalt hat, einen so vielseitigen und lebendigen Gebrauch macht, wie wol wenige Schriftsteller vor oder nach ihm, oder wenn er voller Laune statt langer Demonstrationen eine Anekdote ¹) oder einen Scherz einflechtet, um den Bettelstolz und geistigen Hochmut in seiner Armseligkeit und die Gebrechen und Laster in ihrer Blösse darzustellen. Und selbst das Derbe und Vulgäre verzeiht man ihm, wenn er sich entschuldigt: loquimur cum vulgo et sentimus cum sapientibus, und wenn man zugleich dabei inne wird, dass er nicht damit ergötzen und kitzeln, sondern die Wahrheit vollständig enthüllen und eindringlich machen will.
Allerdings ist die Sprache in den Predigten, von denen wir(nicht wie Vilmar in seiner Literaturgeschichte sagt: eine Neujahrs-Predigt, sondern) nur noch eine Katechismus-Predigt über das dritte Gebot vollständig und drei andere(eine Neujahrs-Predigt, eine Predigt über die falschen Propheten und eine Michaelis-Predigt) als Fragmente in der„abgenötigten Ehrenrettung“ besitzen, und in den Schriften, welche Schuppius im Unterschiede von den sogenannten politischen Tractaten theologische nennt, in den Schriften rein erbaulichen Inhalts, verschie- den von der Form der politischen Schriften. Die Predigten sind möglichst rein von Fremdwörtern, klar disponirt und in der Ausführung würdiger gehalten als die Tractate,
¹) Die meisten Histörchen des„hessischen Historienbüchleins“ von Dr, A Vilmar) findet man auch in den Schriften Schupps. 4


