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1 4) Der schändliche Sabbath-Schänder, vormals aus Gottes Wort überwiesen und bestraft, anjetzo aber ausgegeben durch des Antenoris ältesten Sohn Anton Meno Schuppen und auf dessen Kosten gedruckt. Hamb. 1690 nd 1700.
Rolle und Register der Laster und Sünden, so wider jedes Gebot Gottes begangen und gutentheils von dem gemeinen Haufen nicht für Sünde und Unrecht geachtet werden; nebst einem Vorbericht von der Erbsinde. Hamb. 1697. Wahr- scheinlich herausgegeben von A. M. Schuppius.
Ninivitischer Buss-Spiegel aus der Wundergeschichte des Pro- pheten Jonk vorgestellet durch Antenor. Hamb. 1693. Auch ins Holländische übersetzt von Jac. Schoolhouder.-
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Die meisten Schriften Schupps waren Gelegenheitsschrif- ten, die nichts in seiner Zeit unberücksichtigt liessen, was schadhaft war, und die Schäden bis auf ihre geheimsten Wurzeln blos legten. Es ist zum Erstaunen, wie man hier schon alle Laster und Gebrechen unserer Tage in Kirche und Staat, in Krieg und Frieden, unter Männern und Weibern, Alten und Jungen und unter Reichen und Armen in voller Blüte sieht, da Schuppius überall mit gleichem
herzlichen Humor, mit gleichem eindringlichen Ernst und gleicher Schärfe des Urteils gegen Unglauben und Aber- glauben, gegen die Umtriebe der Advocaten und die Char- latanerie der Wunderdoctoren, gegen politische Heuchelei und wüsten Mammonsdienst, gegen Universitätspedanterie und schulfüchsischen Dünkel, gegen Studentenrohheit und Luxus, gegen Hurerei und Sauf- und Spiellust loszieht. Zwar ist die Sprache aller deutschen Schriften nach der Sitte jener Zeit so mit Fremdwörtern gemischt, dass man fast keiner Reihe begegnet, in der sich nicht ein französischer, lateinischer oder italienischer Ausdruck oder Redensart findet, zwar herrscht oft in der Darstellung eine beschwerliche Breite, und nicht selten lenkt eine bunte Reihe Anekdoten von dem Gedankengang derselben ab; doch wer diese Schwierigkeiten überwindet, findet eine


