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den Zulauf zu dessen Heile zu benutzen suchte, davon er- zählt er selbst ein Beispiel:„Als er nach Hamburg gekom- men sei und das Volk ihm applaudirt habe, da sei er auf die Kanzel gestiegen und habe gesagt:„„Ihr, meine liebe Zuhörer, ich danke euch vor die gute Affection, so ich von euch verspüret, und ich versichere euch das, wann ich euch auf meinem Rücken tragen könnte biss in den Himmel, ich wollte es thun. Allein ich werde euch jetzo etwas wünschen, welches euch frembd und seltsam vor- kommen wird. Ich wünsche euch allesampt, grossen und kleinen, dass ihr heute möget lebendig zur Höllen fahren““. Und darauf habe er ein wenig still geschwiegen; und als die Leute in der Kirche geseufzt und gedacht hätten, was das für eine Rede, für ein Wunsch sei von einem Manne, dem sie alles gutes gönnten, da habe er fortge- fahren und gesagt:„„Ich wünsche euch nochmals, dass ihr bei lebendigem Leibe heute möget zur Höllen fahren mit Gedanken,— und möget betrachten, wie gross, wie unaus- sprechlich die Pein der Verderbten in der Höllen sei, damit, ihr dasselbige nicht nach euerem Tode fürchten dürfet“““ n). Doch so grosse Sorgfalt, Mühe und Kunst Schuppius auch bei seinen Predigten anwendete ²), so entging es ihm doch nicht, dass er bei der Jugend anfangen müsse, wenn er reformirend auf seine Gemeinde einwirken wollte. Er drang deshalb darauf, dass eine gute Trivialschule er- richtet werde; hauptsächlich aber galt es ihm um eine sonntägliche Kinderlehre oder Katechismusübung 3).
¹) Calender p. 599
²) Schupp hatte sich auch durch sein Predigen auf der Kanzel einen Leibesschaden geholt. Calender p. 589.
3) Ged. daran H. p. 187. Wichtig ist, dass diess alles schon vor Spener geschah, dem doch gewöhnlich die Einführung derartiger Uebungen in die evangelische Kirche allein zugeschrieben wird.


