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das patriotisch gesinnte Gemüt eines Schuppius in eine starke Bewegung versetzte, zu kurz war, so glaubte er doch sich dem ehrenden Auftrage nicht entziehen zu dürfen und hielt am 25. October die erste Friedenspredigt zu Münster, indem er ausgehend von dem 120. Psalm über die Worte des sonntäglichen Evangeliums Luc. 18:„Seht, wir gehn hinauf gen Jerusalem“ zu einer gedrängt vollen Kirche redete und schliesslich die christlichen Potentaten Europas aufforderte, ihre Waffen gegen den Türken zu vereinigen und ihm den Ort aus den Händen zu reissen, wo früher Jerusalem gestanden habe, da diess erspriess- licher sei, als wenn sie, die doch Christen seien, das Wort Christi von der Liebe und dem Frieden zu Schanden machten. ¹)
Diese Predigt hatte eine solche Bewegung unter den Zuhörern veranlasst, dass viele vor Freude weinten, die Legaten der evangelischen Stände aber ihm dafür dankend durch Johann Leuber, Kurfürstl. Sächsischen Gesandten, ein Dankschreiben, mit einem ansehnlichen Geschenk be- gleitet, noch an demselben Tage zugehn liessen. ²) Die
¹) Acta pacis Westphalicae B. 6. cf. die Nachschrift zu der Predigt: „Gedenk daran Hamburg.“ p. 215 der Sammlung deutscher Schriften von 1663.
2) Der Brief lautet: 70 dmneodrreuv.
Reverende pl. et clarissime Vir, Domine et amice plurimum colende, Evangelicorum statuum Domini legati gratias agunt T. R. D. maximas, quod nuper habita coneione, toto imperio romano et ipsis de pace divinitus concessa gratulari ac bene precari voluerit. Det cœleste numen ut pax illa tendat ad nominis sui gloriam et totius imperii incrementum! ut autem de gratis adversus T. R. D. ipsorum animis constare possit, illam exiguo munusculo donant rogantes, ut aequi bonique consulat, studia sua alias quovis tempore paratissima offerendo.
Monasterii 25. Oct. 1648.


