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Johann Balthasar Schuppius, ein Vorläufer Speners, / für unsere Zeit dargestellt von Alexander Vial, Pfarrer Extraordinarius und Rector zu Neukirchen in Kurhessen
Entstehung
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Quartiermeister angenommen. Ich will ganz Europam unter Euch austheilen: Euch will ich die See-Städt eingeben; Euch Dänemark; Euch Preussen; Euch Liefland; Euch Frankreich, Euch die Reichs-Städt u. S. W. Und als er hierauf jedes- mal einem jegliche eins oder mehrere von den in der Nacht vorher geschriebenen Empfehlungsschreiben einge- händigt hatte, entliess er sie alle mit den Worten:Gehet hin und suchet euer Glück; der Herr unser Gott sei mit euch auf euern Wegenl ¹)

Aber noch härteres Ungemach traf Schuppius, als im Jahr 1646 die Schweden unter Wrangel in Oberhessen hausten und der Generalmajor Geise die Marburger Erb- schaft wieder für die Landgräfin Amalie Elisabeth in Besitz nahm. Nachdem er da bei einer Plünderung fast seine ganze Habe verloren hatte ²) verliess er Marburg und folgte einem Rufe, welcher vom Landgraf Johann von Hessen- Braubach im Jahre 1646 an ihn erging, und wurde Hof- prediger, Consistorialrat und Inspector der Schulen und Kirchen in Braubach am Rhein, welches zur Grafschaft Katzenellnbogen gehörig der Landgraf von Hessen-Darm- stadt Georg II. an seinen Bruder Johann verpfändet hatte. Hier in Braubach hatte Schuppius Gelegenheit das damalige Hofleben und das Treiben der Politiker oder, wie er sie nannte, der Statisten und Machiavellisten kennen zu lernen; wenn auch nicht an dem Hof zu Braubach selbst, den Schuppius nicht genug als eine in jeder Hinsicht vortreff- liche Wirthschaft zu rühmen weiss, so doch durch die Verbindungen dieses Hofes mit andern. Und es ist nicht undeutlich zu erkennen, wie er von da an den politischen und socialen Verhältnissen und Ereignissen Deutschlands

¹) cf. p. 89 des Anhangs der Sammlung 1663.

²) Abgenötigte Ehrenrettung p. 687