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Johann Balthasar Schuppius, ein Vorläufer Speners, / für unsere Zeit dargestellt von Alexander Vial, Pfarrer Extraordinarius und Rector zu Neukirchen in Kurhessen
Entstehung
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versichern wenigstens Zeitgenossen und Schüler des Mannes, und glaubhaft wird es durch seine ausgedehnte Bekannt- schaft mit den Vätern und Empfehlern vornehmer und reicher und durch seine grosse, oft rührende Mildthätigkeit gegen ärmere Studierende ¹). Indess die Kriegsnot brachte eine bedeutende Veränderung in das Leben des Professor Schuppius. Schon im Winter 1640(Ende Januar) hatte er mit der ganzen Universität durch sie zu leiden gehabt. Als nämlich nach dem Tode Herzog Bernhards von Weimar die weimarsche Armee sammt dem Duc de Longueville un- versehens ins Hessenland einrückte, geriet das ganze Land so in Confusion, dass auch hiervon die Universität nicht verschont blieb. Da kamen die Studenten zum Professor Schuppius, der immer so väterlich und aufopfernd für sie gesorgt hatte, und fragten ihn um Rat, was sie beginnen sollten: in Marburg hätten sie nichts mehr zu verzehren und zu ihren Eltern könnten sie nicht gehen, weil diese ebensowenig wie sie zu leben und überdiess noch das Haus voll Soldaten hätten. Schuppius hatte alsbald eine Auskunft getroffen; er liess zunächst die Studenten, welche so klagend zu ihm geeilt waren, mit dem, was Küche und Keller bot, durch seinen Diener regaliren und be- schied sie dann auf den andern Morgen wieder zu sich. Während der ganzen Nacht nun setzte er sich hin und schreibt Briefe auf Briefe; und nicht einmal die dringenden Bitten seiner für seine Gesundheit fürchtenden Ehehälfte konnten ihn bewegen davon abzulassen und sich zur Ruhe zu begeben. Des andern Morgens aber, als die Studenten sich seiner Anordnung gemäs wieder einstellten, hielt er folgende Rede an sie:Messieurs, die Erde ist des Herrn, und mich deucht, unser Herr Gott hat mich zu einem

¹) ibid. p. 38. 39.