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Johann Balthasar Schuppius, ein Vorläufer Speners, / für unsere Zeit dargestellt von Alexander Vial, Pfarrer Extraordinarius und Rector zu Neukirchen in Kurhessen
Entstehung
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togatus eine Lobrede Georgs II.(von Hessen-Darmstadt) ver- fasst hatte, wurde er auch mit C. Bachmann beauftragt, eine hessische Geschichte zu schreiben. Doch Bachmann fiel in Ungnade und Schuppius wurde 1 645, da es ihm an Zeit und Ruhe gebrach, zur Rückgabe aller Aktenstücke verurteilt, mit denen nun der hess. Chronist Winkelmann betraut wurde.

Mit besonderem Fleiss lag er seinen Vorlesungen, deren er täglich drei bis vier hielt ¹), und den Pflichten ob, welche ihm die ihm übertragenen akademischen Ehrenämter, deren höchstes er wenigstens Ein Mal bekleidete, aufer- legten ²). Bei alle dem aber liess er jedoch keineswegs die Theologie bei Seite liegen, sondern da damals das Studium der Philosophie und Geschichte, worüber sich Schuppius in der praefatio zum orator ineptus beklagt, namentlich von den hessischen Landeskindern wenig betrieben wurde, so nahm er im Jahr 1641 die Licentiatenwürde in der Theologie an, wurde 1643 Prediger an der Kirche zu St. Elisabeth und 1645 Doctor der Theologie. Vielleicht, dass er, sei es aus immer bestimmter in ihm hervortre- tender Abneigung gegen den Wortkram und die Silben- stecherei der damaligen Philosophie überhaupt, oder sei es, weil diess Studium insbesondere in Marburg danieder- lag, noch ganz zur Theologie übergetreten und ordentlicher Professor derselben geworden wäre. Denn in den zehn Jahren, während welcher er Professor der Eloquenz und Geschichte war, hatten ihm seine Vorlesungen ausser einer silbernen Kanne und hundert und zwanzig Bildern, auf denen die ganze praktische Philosophie versinnbildlicht war, kaum mehr als zwanzig Ducaten Honorar eingebracht ³). So

¹) cf p. 85 des Anhangs zu der Sammlung von 1663.

2) Eilfertige Antwort p. 787.

3) p. 85 des Anhangs der Sammlung von 1663.