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Johann Balthasar Schuppius, ein Vorläufer Speners, / für unsere Zeit dargestellt von Alexander Vial, Pfarrer Extraordinarius und Rector zu Neukirchen in Kurhessen
Entstehung
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nannte und über dessen Thüre er unter einer hölzernen Schnecke die Inschrift setzen liess: Professor philosophiae domum aedificavit ¹). In diesem Häuschen, das später vom Kriege zerstört wurde, verbrachte er nicht allein seine Er- holungssstunden, sondern las auch öfters seine Collegien daselbst oder liess eben da von seinen Zuhörern Reden halten, zu denen er die Themata vorschlug ²). In Marburg schrieb Schuppius fast seine sämmtlichen lateinischen Trac- tate, die er als Professor der Eloquenz theils selbst als Reden gehalten theils als Festprogramme hatte drucken lassen, und die man als Sammlung zusammengedruckt findet unter dem Titel: Volumen orationum solemnium et panygiricarum in Academia Marburgensi habitarum; cum praefixis programmatibus et praefationibus.

So gering auch im Allgemeinen für uns die Bedeutung des Inhalts dieser Tractate im Vergleich zu den späteren deutschen Schriften Schupps ist, so erkennt man doch schon deutlich in einigen derselben, im orator ineptus, de lana caprina und de opinione, die später bestimmter sich geltendmachende Richtnng des Mannes in ihrer Entwicke- lung. Verdienstlich um das Geschichtsstudium damaliger Zeit waren hauptsächlich zwei in Marburg vollendete Ar- beiten, nämlich sein Deucalion christianus seu de vero na- tali Jesu Christi controversia theologica. Marp. 1638. 4., und sodann das von ihm fortgesetzte und vermehrte Theatrum chronologicum et historicum seines Schwieger-

7 vaters Christoph Helvicus. Marp. 1639. fol. Besondérs mit der letzteren befriedigte er ein stark gefühltes Bedürf- nis seiner Zeit. Als er 1640 unter dem Titel Hercules

¹) Reg. Spiegel p. 49. ²) Eine dieser Reden ist gedruckt unter die Schriften Schupps aufgenommen worden: de laude et utilitate belli von Peter List

cf. volumen orationum. Mag. 1705(s. unten).