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Johann Balthasar Schuppius, ein Vorläufer Speners, / für unsere Zeit dargestellt von Alexander Vial, Pfarrer Extraordinarius und Rector zu Neukirchen in Kurhessen
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zugleich die Erlaubniss öffentliche Vorlesungen zu halten, nicht aber, wie Arnold(Kirchen- und Ketzergeschichte 2. Theil 17. B. 5. cap.) meint, eine ordentliche Professur. Doch kaum hatte er in Rostock zu dociren angefangen, als er daran durch die von den Schweden unternommene Be- lagerung der Stadt gehindert wurde und sich nun nach Be- endigung derselben über Lübeck, Hamburg und Bremen zurück in sein Vaterland oder vielmehr nach Marburg be- gab, wo er ebenfalls die Erlaubniss zu dociren erhielt. Da aber wegen der den Krieg begleitenden Pest die Universi- tät Marburg bald nach Grünberg, bald nach Giessen ver- legt werden musste, so veranlasste diess Schuppius noch ein Mal den Wanderstab zu ergreifen. Er reiste nun als Führer eines jungen Edelmanns Rudolph Rau von Holz- hausen, über Cöln nach dem damals vielbesuchten Holland, wo er die interessante Bekanntschaft eines Johann Ger- hard Vossius und Caspar Barläus in Amsterdam und eines Claudius Salmasius in Leyden machte.

Dass er aber in Leyden nicht auch die Bekanntschaft des berühmten Daniel Heinsius, der ihn irrig für einen Verwandten seines italienischen Gegners Caspar Scioppius hielt, machen konnte, suchte Schuppius um so mehr zu verschmerzen, als er in der Bekanntschaft mit andern von ihm für ebenso verdienstvoll geschätzten Männern einen Ersatz für jenen Abbruch zu haben glaubte und als er den Heinsius für einenGeneralmajor in bello grammaticale hielt,der von Hoffart, Immagination und Eitelkeit trun- ken, nicht auf die Lectiones meditirte, sondern unterwei- lens alberne Dinge auf die Catheder brachte. ¹) Von Hol- land aus gedachte Schuppius auch noch Frankreich und Italien zu bereisen, allein sein Vater untersagte ihm diess

¹)Freund in der Not. p. 266.