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reichlich beschenkt entlassen worden sei. Diese Erfahrung, die Schuppius in weiter Ferne von der Heimat davon machte, dass keine Wolthat vergeudet wird und dass die Wolthaten der Eltern Capitalien sind, die auch noch den Kindern selbst dann Zinsen eintragen, wenn sie längst verjährt oder verschleudert zu sein scheinen,— hatte auf ihn einen solchen Eindruck gemacht, dass sie ihn fortan als lebendiger Glaube an die Verheissung des Wortes be- séelte:„Wer sich des Armen erbarmet, der leihet dem Herrn.“ ¹)
Nächst Kopenhagen besuchte er auch die Ritterakade- mie zu Soroe und hielt sich daselbst eine kurze Zeit auf. Er reiste von da nach Stralsund und Greifswalde. Da ge- rade damals wegen der Bewegungen des dreissigjährigen Kriegs das nördliche Deutschland für Reisende unsicher war, so musste Schuppius, um von Greifswalde weiter nach Rostock zu gelangen, das freundliche Anerbieten des Fürsten Savelli, welcher die Besatzung von Greifswalde commandirte, annehmen und sich eine Soldatenkleidung anziehen lassen, um desto ungestörter seinen Weg ziehen zu können. Auf diese Weise, welche später zu der An- nahme Veranlassung gab, als sei Schuppius wirklich Soldat im dreissigjährigen Krieg gewesen,(wie sie denn auch bei Reimann hist. litt. 3. Theil S. 102 gefunden wird), gelangte er dann auch sicher nach Rostock, wo er an Johann Coth- mann und besonders an Peter Laurenberg Lehrer und Freunde fand. Hier wurde er 1631 Magister ²) und erhielt
. ¹) Cf.„Freund in der Not,“ p. 251. 252. ²) Laurenberg war sein Promotor.„Fr. i. d. N.“ p. 239. Dieser, geb. 1585 gest. 1639, lehrte schon früh Astronomie, dann aber auch Anatomie, Mathematik, Philosophie und schöne Wissen-
schaften, und war überhaupt ein Universalgenic. ef Jöcher, Gelehrten-Lexicon.


