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Johann Balthasar Schuppius, ein Vorläufer Speners, / für unsere Zeit dargestellt von Alexander Vial, Pfarrer Extraordinarius und Rector zu Neukirchen in Kurhessen
Entstehung
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berg aus machte er eine Excursion nach Liefland, Lit- thauen und Polen. Als er darauf von Danzig nach Kopen- hagen zu Schiffe übersetzen wollte, begegnete es ihm, dass das Schiff, mit welchem er fahren wollte, schon eine Meile von der Danziger Münde entfernt Anker geworfen hatte. Vergebens hatte er sich danach umgethan, ob ihn Nie- mand aus dieser Verlegenheit reissen und in einem Bot an Bord jenes Schiffes bringen wollte, bis sich ihm endlich ein junger wolgekleideter Maun nähert, der in Schupps Sprache den Oberdeutschen erkannte, und ihn nach seiner Heimat fragt. Schuppius, dem in seiner steigenden Verle- genheit durch schnelle Hülfe mehr gedient werden konnte, als durch einen langen Discurs, will den lästigen Frager kurzer Hand abweisen, dem es aber durch anhaltendes Bitten jedoch gelingt Schuppius zur Antwort zu bringen, und zu hören, dass der Fremdling ein Hesse und aus der Stadt Giessen sei. Und auf die erste Frage folgt noch eine zweite, auf die Schuppius wol gespannter hingehorcht haben mag. Der junge Schiffer fragte ihn nämlich darauf, ob er denn zu Giessen den corpulenten Mann im roten Eckhaus am Markte kenne. Als nun Schuppius freudig bejahend dem Schiffer erzählte, dass dieser corpulente Mann sein Vater sei, da ist der junge Mann ganz ausser sich vor Freude, transportirt Schuppius sofort in einem nach langem Suchen endlich aufgefundenen Fahrzeuge wei- ter an das entfernte Schiff und erzählt ihm während der Fahrt, dass er einst im Kriege ausgeplündert und hungrig und, durstig in das Haus jenes corpulenten Mannes zu Gies- sen gekommen und von diesem, der mit einigen Freunden beim Weine gesessen, nicht allein gelabt sondern auch

pommern geboren und von 1618 bis 1630 Prof. der Philosophie

und Eloquenz zu Königsberg ef. Jöcher, Gelehrten-Lexicon.