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Johann Balthasar Schuppius, ein Vorläufer Speners, / für unsere Zeit dargestellt von Alexander Vial, Pfarrer Extraordinarius und Rector zu Neukirchen in Kurhessen
Entstehung
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dium der Philosophie, bei welchem er sich von Conrad Greber, besonders aber von Rudolph Goclenius y, leiten liess. Mit Goclenius, der sich ausser des Rufes eines grossen Gelehrten auch des eines jovialen Trinkers erfreute, stand er auf einem so vertrauten Fusse, dass dieser ihn oft auf seiner Stube besuchte und sich mit ihm in Disputationen einliess 2). Doch konnte die Art, wie da- mals allgemein die Philosophie betrieben wurde, Schuppius nicht auf die Dauer Interesse abgewinnen: er lernte jeden Morgen zehn Blätter aus seinem Compendium der Logik auswendig ³). Vielleicht dass diess entschieden auf sein späteres Ueberdruss verratendes Urteil eingewirkt hat. Im dritten Jahre befliss er sich daher mehr, dem Wunsche seiner Eltern nachgebend, der Theologie, wobei er sich hauptsächlich dem wegen seiner ungewöhnlichen Kenntnis der griechischen und hebräischen Sprache allgemein bewun- derten Joh. Steuber anschloss, welcher mit den Schwieger- söhnen B. Mentzers, J. Feuerborn und Meno Hanneken, im Jahre 1630 eine Bestätigung des unveränderten Augs- burgischen Glaubensbekenntnisses schrieb. Nach diesem Triennium folgte auch er dem damals unter den Studiren- den so allgemein üblichen Zuge zum Wandern und legte bei dritthalbhundert Meilen zu Fuss zurück, die vornehm- sten Städte und Akademien zu besuchen. Zunächst ging seine Reise nach Königsberg, wo er sich ein halbes Jahr aufhielt, um Samuel Fuchs zu hören). Von Königs- ¹) Rudolph Goclenius, Prof. der Logik, war auch einer der drei hessischen Abgeordneten auf der Synode zu Dortrecht. ²2) Deutscher Lucianus p. 847 und Regentenspiegel p. 15 3) Diess Compendium war das von Scheibler, cf. Deutsch. Luc. p. 847. 3) Samuel Fuchs, zu unterscheiden von einem Samuel Fuchs, Pa-

stor zu St. Nikolai in Stettin, war 1585 zu Cöslin in Hinter-