4
Lebenslauf Schupps.
Vergl. Strieder— Hessische Gelehrtengeschichte. Moller— Cimbria literata.
Johann Balthasar Schuppius war der Sohn des Johann Eberhard Schuppius, Rathsherrn in Giessen, und der Anna Elisabeth, des dasigen Bürgermeisters Joh. Ruhs Tochter, welche beide Eheleute am Markte in Giessen wohnend zu den wolhabendsten der Stadt zählten. Am 1. März 1610 wurde Johann Balthasar geboren, den die Eltern, da er schon frühzeitig Anlagen verriet, alsbald für das gelehrte Studium bestimmten. Sie schickten ihn in das Pädagogium der Vaterstadt, welches damals unter der Direction von Christoph Scheibler stand. Kaum fünf- zehn Jahre alt hatte der junge Schuppius dieses schon durchlaufen und bezog nun(1625) die Universität Marburg, mit welcher Ludwig V. von Hessen-Darmstadt seine 1607 zu Giessen gegründete Ludoviciana im Mai 1625 vereinigt hatte, nachdem ihm 1623 durch einen kaiserlichen Aus- spruch die Universität Marburg mit der Marburger Erb- schaft zugesprochen worden war. In Marburg widmete sich Schuppius, der zwischen der eignen Neigung, Juris- prudenz zu studiren ¹), und dem Wunsche der Eltern, die ihn zum Theologen gebildet wissen wollten, hin und her- schwankte, zwei Jahre hindurch hauptsächlich dem Stu-
¹) Regenten-Spiegel, p. 15 der Sammlung von Schupps Schriften.
Hanau 1663, nach der überhaupt citirt wird.


