fall. Es wurden darin folgende Stüke aufgeführt: 1. Ouvertüre von Mozart, von ſämmtlichen Tonkünſtlern. 2. Va⸗ rigtionen von Döhler auf dem Forte piano von Eduard Schoſtal. 5. Diver⸗ tiſſement von Mayſeder auf der Vio line, von Hrn. Lorenz Balogh von Ga lantha(der jezt in Gran wohnt, und ganz der Muſik lebt, in der er Kom⸗ poniſt und Virtuos auf der Violine iſt) auf der Violine und von dem jun⸗ gen Grafen Franz Schmideg auf dem Fortepiano. 4. Eine Arie aus Webers Oberon, mit Begleitung des Forte piano, trefflich geſungen von Fräulein Spanraft. 5. Adagio von Beethoven für das Fortepiano, die Violine und Baßgeige, vorgetragen von Hrn. von Valogh, dem Hrn. Grafen Schmideg und Hrn. Johann Waidinger. 6. Li⸗ pinßki's Variationen auf der Violine, vorgetragen, mlt dreifacher Begleitung, von Herrn v. Valogh. 7. Divertiſſe⸗ ment auf dem Fortepiano, mit vierfa⸗ cher Begleitung von Eduard Schoſtal. 8. Magyariſche Phantaſte(andalgäs), ſammt Begleitung, für die Violine komponirt u. wahrhaft meiſterhaft vor getragen von Herrn v. Balogh. Zum Schluſſe wurde noch Mozarts Ouver⸗ türe von ſämmtlichen mitwirkenden Tonkünſtlern vorgetragen und wurde, wie die vorhergehenden Stüke mit rau ſchendem Beifall begleitet.

Mignon ⸗Zeitung. Lemberg. Mit Erſtaunen lieſt man in dem Pariſer Journal L Ami de le Religion, Nro. 2865, daß Seine k. k. Majeſtät, Ferdinand, verordnet haben, daß der öffentliche Unterricht in dem Königreich Galizien den Je⸗ ſuiten anvertraut werde, und daß dieſer allerhöchſten Verordnung zufol⸗ ge bereits Jeſuiten an der Lemberger Univerſität and an allen Kollegien an

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geſtellt ſind, und die Leitung der Se⸗ minarien, welche hisher Weltgeiſtlichen anvertraut war, den Jeſuiten überge⸗ ben wurde. Von allem dieſem weiß man hier nichts, und eine ſolche aller höchſte Verordnung würde eher in der Wiener Zeitung als in einem Pariſer Jour⸗ nal ſtehen. Die Jeſuiten dociren bis⸗ her nur an dem Gymnaſium zu Ta r- now, wo auch ein Jeſuiten-Kollegium für die Novizen iſt. Der Emi de la Religion ſcheint den Jeſuiten ſehr wohl zu wollen und zu wünſchen, daß ihnen in Oeſterreich wieder die Jugenderzie⸗ hung anvertraut werde: aber wozu ſol⸗ che Erdichtungen?

Lyon. Die hieſige Polizei ließ zu Anfang Oktobers zwei Induſtrie⸗ ritter arretiren, welche faſt aus allen Buchläden in Lyon nicht] Geld, welches ſie daſelbſt auch gefunden hät⸗ ten, ſondern eine Menge Bücher ſtah⸗ len, die ſie um einen Spottpreis, zum Theil den beraubten Buchhändlern ſelbſt anboten, wodurch ſie entdekt wurden. Practica est multiplex!

Ro m. Endlich bricht das Diario di Roma das Stillſchweigen über das in öſterreichiſchen u. ungariſchen Blät⸗ tern behauptete(und daraus auch in die Allgemeine Zeitung aufgenommene) Verrüktſein des berühmten Polygloten Abbate Mezzofanti und ſeinen Aufent⸗ halt im Irrenhauſe zu Neapel, welche Nachricht zuerſt Dr. Rumy imHir- nök widerlegte u. für eine neu auf⸗ gewärmte Verläumdung(denn ſie ſtand ſchon vor Jahren in franzöſiſchen und deutſchen Blättern) erklärte, bald dar⸗ auf aber auch der Oeſterreichiſche Beob⸗ achter, jedoch ohne Quellenangabe, für falſch erklärte, und berichtet in Nr. 81 vom 10. Okt. 1837 Folgendes über den Abbate Mezzofanti:Wir freuen uns ſehr, anzeigen zu können, daß alle in den Journalen des Auslandes ausge⸗

ſtreuten Nachrichten über den Zuſtand