compagnie d'acteurs, welche er im Kof⸗ fer mitfährt, zu Gaſtſpielen erwartet. Der jängſtens aufgeführteGamin de Paris fand in der Urſprache nicht jenen Anklang, den man ſich allgemein verſprochen. Im Leopoldſtädter Thea ter wurde am 9. Dez. die Poſſe:die neuen Zwillingsbrüder unter furcht barem Pochen und Ziſchen zu Grabe getragen. Im Joſephſtädter Thea⸗ ter produzirt heute Hr. Schickh eine neue einaktige Poſſedie Korreſpon denz-Mariage, und an der Wien wer den auch heute, den 12 Dez., die Be duinen Rhigas und Abdalah aus dem Stamme Setjas, am Schluſſe von Moppels Abentheuern ihre arabiſch gymnaſtiſchen Künſte zeigen. Darüber nächſtens. Der Harfendavid, nein Harfengoliath, Pariſh Alvars, gab am 9. Dez. ſein Abſchiedskonzert und ließ uns wieder ſeine ungeheure Bravour und Geläufigkeit bewundern. An dem⸗ ſelben Tage gab ein Hr. Schleſinger, Violoncelliſt des Wiedner Orcheſter's, ebenfalls ein Konzert, und zeigte dem Publikum wie man ſteken bleiben kön nel! Mit dem neuen Jahre 1838 wird die eingegangene italieniſche Zeit ſchriftII Pellegrino des Hrn. Taſ⸗ ſani wieder an das Tageslicht kommen. Die neue Zeitſchrift von Groß-Hof⸗ finger:Der Adler, wird ſo eben für das Jahr 1838 angekündigt. Buntes aus Paris. Man geht damit um, im ſogenannten Mar mor hofe zu Verſailles die Uhr des Todes des Königs wieder herzu ſtellen. Dieſelbe beſteht aus einem blo ßen Zifferblatt, ohne Mechanismus, und hat nur einen Zeiger, den man genau auf die Stunde und Minute ſtellt, in welcher ein König von Frank⸗ reich mit Tode abgeht, und der wäh⸗

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ſeines Nachfolgers nicht wieder der⸗ ſchoben wird. Dieſer alte monarchlſche Gebrauch ſchreibt ſich von Ludwig XIII. her; bei dem Tode Ludwig's XVI. wurde er natürlich nicht befolgt; Na⸗ poleon ließ denſelben außer Acht; bei dem Ableben Ludwig's XVIII. dagegen wurde der Zeiger der Uhr genau auf die Todesſtunde geſtellt, wo derſelbe noch jezt ſteht, da der Tod Karl's X. als eines nicht mehr regierenden nigs in dieſer Hinſicht nicht weiter be achtet werden konnte. In der Va- riſer Modewelt ſind für Damen in den Abendgeſellſchaften die Sammetſtoffe, Blonden-Pelerinen und großmächtigen Bouquets mit natürlichen Blumen in der Hand, ſehr en vogne. In der Her⸗ renwelt ſind engliſche Ueberwurfeittel. Palitos genannt, mit weiten Aermeln, Sammetaufſchlägen von weißer Farbe etwas auffallend, von blauen oder brau nen Pilotenſtoffen, ohne irgend eine Taille zu machen, die neueſte Mode, ſehr bequem, und, wenn auch wenig kleidend, jedoch das Zeichen der jüng⸗ ſten Faſhion. Man ſieht oft den Vrin zen Belgiojoſo, den eleganten Roger de Beauvoir und den ci-devant jeune homme Cordova alſo auf den Voule⸗ vard's ſpaziren. Einige junge Leute

Schulterkragen hinzu. Herr Ber⸗ ryer, der Vater des berühmten Red ners, hat neulich, troz ſeiner 80 Jah⸗ re, noch in Rouen plaidirt. Er erin nerte den Gerichtshof, daß er an der⸗ ſelben Stelle ſchon vor 60 Jahren vor dem Parlament der Normandie einen Prozeß verfochten habe. Es hat ſich hier ein, aus Akademikern und Mit- gliedern des Konſervatoriums beſte hen der Verein, unter Vorſiz des Herrn Orfila, zur Verbeſſerung des Geſangs

rend der ganzen Dauer der Regierung

verbunden.

Redigirt von der Redaktion des Spiegels.

fügen auch einen kurzen engliſchen