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auch in dieſem Genre ihr Zuhauſeſein auf der Bühne. Sie war voll Mun⸗ terkeit und muthwilliger Laune und ſang recht nett, was ihr vielen Bei fall zuzog. Die Lieblingsoper der alten und neuen Welt unſerer Zeit: Norma, kam am 26. Okt. wieder zur Aufführung u. unſere unvergleich liche Carl feierte darin wieder er neuerte Triumphe. Sie war beſonders gut disponirt, und man weiß wie viel das ſagen wi Die großartige Schluß ſzene der Oper hörten wir nie ſo ſchön. Auch Hr. men(Sever) zeigte ſich ſehr würdig ſeiner Aufgabe. Er entwikelte beſonders im erſten Akte ei⸗ nen ſchönen Stimmenfond u. ſang mit Gefühl und Ausdruk. Er ward zwei Mal gerufen. Auch auf der unga riſchen National-Bühne iſt Bellinis Norma an der Tagesordnung, und wird den Kräften dieſer jungen Kunſt⸗ anſtalt angemeſſen gegeben. Am 30. Ok⸗ tober gaſtirte die bekannte Sängerin Mad. Schodel(eine geborne Sieben bürgerin und der ungariſchen Sprache kundig) als Norma auf dem ungariſchen Theater. Ihre Leiſtung ward, wie es ſich von ſelbſt verſteht, von dem pa triotiſchen Theile des Publikums en thuſiaſtiſch aufgenommen. Eben ſo die Leiſtung ihrer Umgebung. Hr. Szer dahelyi(ein Bariton) übernahm, wegen plözlicher Krankheit des Tenoriſten, den Sever, was etwas hinderlich war. Dem. ESder ſang die Adalgiſa recht gut. Mad. Schodel ward bekränzt und gerufen. Das, was ſie nach dem erſten Akte ſprach, hatte eine verſchiedene Deutung erfah⸗ ren. Die Chöre gingen beſſer, als ſich das Orcheſter hielt. Das Haus war übervoll.

St. Petersburg. Man wird es vielleicht für übertrieben halten, wenn ich ſage, daß der Beifall, den Dem. Taglionk hier erhält, beinahe an das Unglaubliche graͤnzt. Dem

iſt indeß wirklich ſo. Sie hat bis jezt fünfmal getanzt, und iſt allein 25 Mal, (an jedem Abend fünf Mal), hervorge⸗ rufen worden. Alle übrigen Tänzeri⸗ nen werden ohne Gnade ausgeziſcht, man will nur ſie ſehen, nur ihr Bei⸗ fall zuklatſchen. Der Preis iſt, wie Sie wiſſen werden: ſtatt fünf Rubel bezahlt man fünfundzwanzig. Demoiſ. Croiſette, die bisherige erſte Tänze⸗ rin, hat ſich krank melden laſſen, und dürfte wohl für einige Zeit nicht auf⸗ treten. Dem. Taglioni iſt, bis jezt, drei Mal in derSylphide, und zwei Mal in Auber'sVayadere aufgetre⸗ ten. Die Einrichtungen zur Vorſtel lung derJüdin und desWilhelm Tell ſind, für den Augenblik, bei Seite gelegt worden, um das Ballet des Hrn. Taglioni:La fille du Da- nube, mit Adam's Muſik in Szene zu ſezen, das vielleicht zu Ende Okt., zur erſten Benefiz für Dem. Taglioni, gegeben werden wird. In Kurzem wird die Büſte der Dem. Taglioni, an welcher ein hieſiger Künſtler arbeitet, vollendet ſein. Man hatte gewünſcht, Dem. Taglioni auch in Moskau zu ſehen; allein ſie kann, bei der bevor⸗ ſtehenden Rükkehr der Kaiſerin, St. Petersburg nicht verlaſſen.

Muſik.

Gran. Am 29. Oktober Abends wurde in dem Saalezum König von Ungarn, unter der Leitung des als Komponiſt und Tonkünſtler rühmlich bekannten Chorregenten der Kathedral kirche, Hrn. Joſeph Seyler, aus beſonderer Rükſicht des Graner Kaſi⸗ no's, ein unentgeltliches Konzert ge⸗ geben, zu welchem die hochwürdige Geiſtlichkeit und die Kaſinomitglieder mit ihrer Familie und mit von ihnen mitzubringenden Gaͤſten eingeladen wor⸗ den waren, mit wohlyverdientem Bei⸗