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gekommen. Dem. Carl ward nach je dem Akte zwelmal gerufen. Sie dankte in gewählen Worten und deutete auf ein längeres Weilen in unſerer Stadt hin. Das dankbare Publikum rief dann auch Hrn. Direktor Schmied. Herr Oberhoffer war eminent. Herr Stoll, Hr. Rott und Hr. Kaler unterſtüzten die Oper waker. Im Schauſpiel ging wieder eine gaſtliche Erſcheinung auf. Dem. Hoch, vom königſtädter Theater in Berlin(), erſchien als Franziska, inLiebe kann Alles. Die Natur hat ſo Manches für dieſe Toch⸗ ter Thalias gethan. Sie präſentirt ſich allerliebſt auf den Brettern. Was Dem. Hoch für die Kunſt, i. e. Schau⸗ ſpielkunſt gethan, laßt ſich aus dieſer erſten Rolle nicht recht abnehmen, da ſie ſo dankbar hingeſtellt iſt, daß ſie ſich ſaſt von ſelbſt ſpielt, und wir überdles bei unſerer ſchönen Gaſtin zu wenig Le ben u. Wärme gewährten. Indeſſen ward der preiswürdige Theil ihrer Leiſtung anerkannt u. mit Beifall belohnt. Hr. Dietrich ſpielte den Obriſten recht lo benswerth. Am 14. d. M. ward, als Beneſize der Dem. Deny, die Re priſe von Ralmund'sDiamant des Gelſterkönigs gegeben. Dieſe unſtrei tig unterhaltendſte Poſſe des berühm ten verſtorbenen Wiener Lokaldichters, macht noch immer die Lachluſt rege; wenn auch Manches darin, das einſt nur mit Zeitgemäßem lebte u. wirkte, jezt verblüht und abgeſtorben iſt, ſo hat es doch vielen Kernwiz, der be ſteht und immer noch erheitert und er gözt. Raimund blieb hier noch in ſei⸗ ner Sphäre und ſtrebte nicht ängſtlich nach einer Höhe, auf deren Giebel ihm ſchwindeln mußte. Nur als anſpruch⸗ loſen, liebenswürdigen Lokal dichter achten und ſchäzen wir ihn. Die Beſezung war die erwünſchteſte. Herr Lang(Flortan), Hr. Rote(Longima⸗ nus), Hr. Gäde(Pamphiliue) hatten

die komiſchen Parthien, und feber brachte auf ſeins eigene Weiſe Erſchüt⸗ terung des Zwerchfells hervor. Herrn Notts glütliche Stegrelf Gedanken über Eisſtoß und Brüke fanden großen Anklang. Auch einige erſte Mit⸗ glieder des Schauſpiels, wie Hr. Deſ⸗ ſoir und Mad. Grill, waren in dieſer Voſſe okkupirt, wußten ſich aber auf dieſem Felde nicht ſo ganz zu rechte. Die Benefiziantin empfahl ſich auf dem Theaterzetteldem Wohlwollen eines hohen Adels, eines löblichen Militärs, einer hochachtharen Värgerſchaft und ei nes verehrungswürdigen Vublikums!! In dieſen ſtereotypen Saz, der das Publikum ſo vernünftig klaſſiſtzirt, ſind alle unſere Beneſizianten wie durch ma giſche Kraft gebannt, während er auf andern Bühnen(auch auf der Ofner) von den Theaterzetteln ſchon längſt verbannt wurde. Soll denn davon auch nur eine einzige Seele mehr ins Theater gelokt werden? Warum kommt man alſo gcht auf die Einfachheit zu rüt, wie ſie einer ſo großen Bühne würdiger wäre? Bauernfelds Luſtſpiel:der Vater, kam geſtern zu erſten Aufführung, darüber nach der zweiten Vorſtellung. Hag. Nürnberg. Auf der Durchreiſe nach Stuttgart erfreute uns in vork ger Woche Dem. Agneſe Schebeſt wie der mit zwei Gaſt darſtellungen, als Romeo und Norma. Die Vorzüge dle ſer Künſtlerin in Geſang und mimi ſcher Darſtellung, namentlich in die ſen beiden Parthien, ſind durch eine Unzahl von Beurtheilungen ſeit Jahr und Tag auseinandergeſezt worden; jede Zuthat waͤre hier überflüſſig. Was die Stimme betrifft, glaubte man al lerdings in dem nicht ſeltenen Schwan ken der höhern Chorden u. einem häu⸗ fig wiederkehrenden Tremulando in dem Part des Romeo die Einwirkung un⸗

ausgeſezter Anſtrengung auf das ſonſt