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dargeſtellt und vorzüglich verdienen Mad. Schumann, u. die Herren Spiro (trefflich als Nazi), Preiſinger u. Wal⸗ ter eine rühmliche Erwähnung. Die Geſangſtüke wurden von Mad. Schu- mann mit einer Präziſion u. Anmuth vorgetragen, wie wir ſie von ihrer Vorgängerin nie gehört hatten.— Ein anderer Gaſt iſt Dem. Nina Herbſt von Berlin, die ebenfalls eine Tochter Prags iſt, und als Jutta u. Oberför⸗ ſterin nur gaſtirte. Die Jutta war nicht„jut“ u. die Oberförſterin mit⸗ telmäßig.— Königsberg ſchikte uns Dem. Groſſer, die ſich als Julie, Donna Anna, und Page in der„Vall nacht“ hören ließ und eine große Parthei für ſich gewann. Sie iſt im Beſize einer umfang ⸗ und metallreichen Stimme, deren Schule aber ſehr mittelmäßig iſt. Was aber das Schönſte an Dem. G. iſt, iſt ihr Geſichtchen u. ihre Figur, die wirklich dazu gemacht ſind, ein Auge zuzudrüken und ein Ohr zuzu⸗ halten. Würden Sie, meine Schöne, fleißig Skala ſingen, eine beſſere Ge⸗ ſangsſchule annehmen, das R⸗rädern und das Ziehen der Töne ablegen, Sie würden uns einigen Erſaz für den Verluſt der Lutzer bieten können. Stim⸗ menſond haben Sie, er muß aber beſ— ſer angelegt werden, um zu einem be⸗ deutenden Kapital anzuwachſen. Dem. Triebenſee wagte ihren erſten theatra— iſſchen Verſuch, der nicht ganz unglük⸗ lich ausfiel. In ein Jährchen ſollte ſich die junge Debütantin anfragen, unb vor Allen ſprechen lernen. Als Se⸗ neſchall debütirte zum zweitenmal Hr. Schumann, der im Spiel und Geſang viel Ausgezeichnetes leiſtete und vom Publikum mit gerechtem Veifall beehrt wurde. Prinzeſſin von Navarra(Mad. Podhorsky), Olivier(Mad. Schumann) und Johann(Hr. Demmer) erfreuten
ſich einer gleichen Beifallsſpende.
Zürich. Mad. Birch⸗Pfeiſſer hat im Monat Mai das Theater in Zürich geleitet, und dort ein neues Stük: „Zwingli's Tod“, auf die Bühne ge⸗ bracht. N.
Mignon⸗Zeitung.
Buntes aus Paris. In Frank⸗ reich haben die Autoren unter andern ſchönen Rechten auch die, Eintritts⸗ billett, die ſie mit ihrem Namen un⸗ terzeichen, bis zu einer gewiſſen Zahl ausgeben zu dürfen. Selbſt wenn ſie dieſe Zahl überſchreiten, wird auf den Bil⸗ letten der Eintritt geſtattet und der Betrag derſelben den Autoren von ih⸗ ren Tantiemen in Abzug gebracht. Dies führte folgenden komiſchen Vorfall her⸗ bei. Einige Spaßmacher unterſchrieben bei der Darſtellung Moliere'ſcher Stũ⸗ ke eine Anzahl von Billetten mit dem Namen„Moliere“, die denn auch von dem Billett⸗Elnnehmer, einem dummen Menſchen, reſpektirt wurden. Allein die Zahl ſchien ihm zu groß und vor dem Ende des Stüks ging er zu dem Kaſ⸗ ſier und ſagte:„Sie kennen ja alle unſere Theaterdichter, wenn Sie den Herrn Moliere ſehen, ſo bitten Sie ihn doch gefälligſt, zu mir zu kommen, denn die Anzahl ſeiner Billetts über⸗ ſteigt meine Vorſchrift, und ich möchte um Alles in der Welt nicht, daß er zu Schaden käme, denn ich wittere ei⸗ nen Betrug.“— Die zwei erſten Num⸗ mern der franzöſiſchen Zeitſchrift in Verſen, die unter dem Titel Momus erſchelnt und von welcher in öffentli⸗ chen Blättern ſchon die Rede war, be⸗ handeln in pikanten Kouplets unter andern auch folgende ernſte Gegenſtͤͤn⸗ de: die erſte Expedition von Conſtan⸗ tine; an die Spanier; die Wegnahme des Vixen; die Apanage; an die fran⸗
zöſiſchen Geſchwornen; die Kunſtaus⸗
ſtellung von 1857. Hiezu geſellen ſich


