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ſchrekliche Stunden, wo mir dleſe Brü⸗ der im Wiedner Theater ſo Vieles ver⸗ kümmerten. Mad. und Hr. Gerlach ga— ſtirten darin, nicht ohne Erfolg. Im Joſephſtädter Theater ſang und ſingt Hr. Wächter, königl. ſächſiſcher Hof⸗ opern⸗ und Kammerſänger, in mehreren Opern und gefällt. Ein Hochgenuß verſchaffte uns unſer treffliches Burg⸗ theater mit dem„König Lear.“ An⸗ ſchütz war grandios. Löwe klaſſiſch. Nächſter Tage erwartet man ein neues Stük nach dem Franzöſiſchen von Dr. Römer betitelt:„die Gönnerſchaft“ und Dlle. Roſpini, Mad. und Hrn. Kettel, Mitglieder der herzogl. braun— ſchweigiſchen Hofbühne, als Gäſte. Dlle. Denker gaſtirt hier mit vielem Glüke. Im Opernhauſe geht nichts Merkwürdiges vor. Im Leopoldſtädter Theater gaſtirt Hr. Quandt und das Publikum ſchäzt und achtet ihn und gibt ihm mehrere Beweiſe, daß er noch der Liebling deſſelben ſei.— Olle. Weick, die ſehr angeſprochen hat, iſt bereits engagirt worden, und ſomit wurde das Schauſpiel dieſes Theaters
um eine bedeutende Perle bereichert. „Das Irrenhaus zu Dijon“ wählte Hr. Quandt zu ſeiner Einnahme, und machte ein volles Haus. Die Darſtel⸗ lung ging ziemlich gerundet zuſammen. Wenn Hr. Werle nur keinen Intri⸗ gant ſpielen möchte! Der Liebling des Publikums, Hr. Hausmann, der ſich im Turteltaub'ſchen Stüke wider neue Lorbern ſammelte, gaſtirt nun mit einem ungeheuern Beifalle in Breslau. Einer meiner Kollegen kam mir mit der Beurtheilung der Turteltaub'ſchen Poſſe zuvor, und ich ſtimme ganz ſei⸗ nem Urtheile bei. Wie ich höre, ſoll nun dieſe Poſſe auch bei Ihnen in Peſth gegeben werden.) Mad. Rohr-
) Eine gute Lokalpoſſe wäre hier um ſo erwünſchter, da ſchon ſeit lan⸗ ge nichts Neues in dieſer Art vor⸗ kam. Das Stük des Hrn. Turtel⸗ taub wird nach einſtimmigen Ve⸗ richten als ſehr gelungen 3 net. 8
bek und Hr. Weiß gehen im Juni auf Kunſtreiſen. Mad. Rohrbek ſoll, wie man mir ſagte, aufs Land gehen; Hr. Weiß nach Linz.— Guerra iſt jezt wider hier, macht aber nicht mehr das Aufſehen, das er vor zwei Jahren er— regte. Sonſt weiß ich nicht mehr viel, das werden Sie vielleicht ſchon längſt wiſſen.— Reinecke Fuchs. Straßburg. Dem. Schebeſt aus Peſth, die hier erkrankte, iſt be⸗ reits wieder geneſen, und hat auf dem hieſigen Theater mit großem Beifall den Romeo geſungen. K Stuttgart. Fräulein van Haſſelt hat ihr hieſiges Gaſtſpiel mit der vierten Rolle beſchloſſen. Ein mehr⸗ maliges Auftreten wurde unter der Aeußerung abgelehnt,„daß kein Geld vorhanden ſei!“ Sie ſingt noch einmal in einem Konzerte, welches der engli— ſche Geſandte, bei Gelegenheit des Ge— burtsfeſtes der Prinzeſſin Viktoria, wel—⸗ che ihre Großjährigkeit erreicht hat, in einem Hotel veranſtaltet, und fährt ſogleich nach dieſem Konzerte nach Karlsruhe, wo ſie bereits mit Unge⸗ duld erwartet wird. K. Mailand. Heute(27. Mai.) bietet das k. k. Theater alla Canob— biang: Donizettis„Torquato Taſſo.“ Die nächſte Oper Coppola's heißt: „Der Ritter und der Waffenſchmid;“ ihr Text iſt von Calliſto Biaſſi, der auch jenen der hierauf in die Szene gehenden einaktigen Operetten:„der Kranke und das Koncilium“ u.„Sal⸗ vator Roſa“ verfaßt hat. Zur erſten ſchrieb H. Maluſardi, zur zweiten H. Bazzoni die Muſik. Echo. Piacenza.„Ella& pazza“ nach dem franzöſiſchen Vaudeville„Elle est folle“ als Operntext mit Muſik von Coſtamagna am 17. dieſes Monats hier gegeben, hat ziemlich angeſprochen. Es iſt die erſte Arbeit des genannten jungen Komponiſten. Madame Colleo⸗


