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ni⸗Corti trug durch die gelungene Aus⸗ führung ihrer Parthie bedeutend zum günſtigen Ausgange bei. Auch Herr Bonfigli, Tenor, und der ſeit zwei Jahren aus der Küche auf die Bühne geſprungene Baſſiſt Jourdan fanden Beifall. Echo.

Muſik.

Pie ſt h.(Henriette Carl). Eines der intereſſanteſten Konzerte, die wir ſeit lange hörten, war jenes, das Fräulein Henriette Carl am 8. d. M. im Redoutenſaale vor einem ſehr gebildeten und gewählten Publikum gab. Zwei klaſſiſche Ouverturen von Beethoven und Mozart gingen jeder Abtheilung voran. Die gefeierte Kon zertgeberin entzükte uns in vier Pie cen. Sie ſang eine große Arie aus Anna Bolena von Donizetti, zwei Lieder von Proch und Deſſauer, Bra vourvariationen aus Pietro il grande v. Vaccaj, und eine große Vravour- arie ausInes di Caſtro von Per ſiani. Fr. Carl war diesmal in vol⸗ lem Beſize ihrer höchſt ſeltenen Stim me, in welcher Material genug für ein halbes Duzend anderer Primadon nas vorhanden iſt. Sie ſang die erſte Nummer mit einem erſtaunenswürdigen Aufwand von Kraft und geſchmeidigen Wohllauts und mit der würzigen Bei⸗ gabe einer hinreißenden Grazie. Die beiden Lieder trug ſie mit Feuer und gehöriger Delikateſſe vor. Wunderbar wirkte ſie aber in den zwei lezten Nummern. Würde Fr. Carl nie etwas Anderes, als die Variationen v. Vaccaj geſungen haben, ſie würde ſich ſchon da durch einen großen Ruf in der Geſangs⸗ welt errungen haben. Wir hörten noch ſehr ſelten ſo etwas Vollendetes und keine deutſche Sängerin dürfte mit ſo vieler Leichtigkeit ſolche Schwierigkei⸗

ten überwinden und hier ſo glüklich

Kunſt und Natur zu vereinen wiſſen, um eine gleiche ſchlagende Wirkung ber⸗ vorzubringen. Daſſelbe gilt in faſtinoch höherem Grade von der lezten Arie von Perſiani. Dieſe Kompoſition iſt wunderlieblich und ſie dürfte vielleicht noch mehr als das bekannte alla gioja ed al piacer in dem Juvelenkranze der Leiſtungen dieſer Künſtlerin glänzen. Wie manche verunglükte Nachahmung werden wir wohl davon hören müſſen! Fr. Carl erhielt außerordentlichen Vei fall. Sie ward ſtets wiederholt geru fen. Die lezte Arie ward ungeſtüm da capo verlangt. Hr. Tſukly ſpielte ein Kalkbrenner'ſches Klavierkonzert eminent, und die H. H. Oberhoffer und Kaler fangen ein Lied von Proch recht löblich. Hag. Wien. Bei Anton Diabelli und Komp. iſt ſo eben erſchienen:Lied des Czikoſch, Gedicht von J. N. Vogl, in Muſik geſezt für eine Singſtimme mit Begleitung des Pianoforte von Heinr. Proch, Mitglied der k. k. Hof⸗ kapelle. Der talentvolle Kompoſi⸗ teur hat mit dieſem ſeinem 27. Werke neuerdings einen Veweis ſeiner ſelte nen Befähigung zum Lieder-Kompoſi⸗ teur gegeben, und der Reichthum an Ideen, die ſich in allen ſeinen Liedern durch Zartheit und Lieblichkeit aus⸗ zeichnen, und die immer richtige Auf faſſung des Textes, laſſen uns hoffen in Hrn. Proch in kurzer Friſt einen zweiten Schubert zu finden. In dieſer ſeiner neueſten Kompoſition fin⸗ den wir wieder wunderliebliche und das Ganze charakteriſirende Stellen. Ich nenne nur die Stelle:Tief im Walde iſt eine Schenke undNeſt, Reſi, muntre Dirne, worauf Hr. Vroch eine Friſchka komponirte, bie die wahre ungariſche Lebendigkeit und Friſche athmet. Das Lied wird gewiß bald auch im blühenden Ungarn verbreitet ſein, zumal dem deutſchen Originale