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Frankfurt. Am 6, und am 9. Zebruar wurde aufgeführt:Robert der Teuxel, Parodie in drel Akten, von Neſtroy; Muſik von Müller. Eine ſchöne Parodie das! Eine Paro die ſoll wizig ſein und voll komiſcher Situationen, ſoll die Schwächen und Verkehrtheiten des parodirten Stükes auf launige Art ſatyriſiren und gei⸗ seln, ſoll das Ernſthafte lächerlich er ſcheinen laſſen, ſoll Sitten und Ge⸗ bräuchen eine komiſche Seite abgewin⸗ nen und ſie dadurch parodiren. Findet ſich hier aber etwas dergleichen? Dumm⸗ heit, Einfältigkeit, Gemeinheit und gränzenloſe Albernheit ſind die Ingre dienzien, woraus dieſe Parodie zuſam mengeſezt iſt. Weder Wiz, noch Laune, noch eine komiſche Situation ſind vor handen. Wie viek Stoff hätte Scribe's Nobert geboten zum Parodiren, wie lächerlich hätten ſich die Schwächen die⸗ ſes Opernbuches herauskehren laſſen! Doch Hr. Neſtroy hat ſich darum nicht weiter bekümmert, er hat ſich begnügt mit der Einfältigkeit und das Andere dem ſchlechten Geſchmak unſeres heutigen Publikums überlaſſen. So ſehr er nun mit dieſer Spekulation Recht haben mag, ſo iſt ſie diesmal denn doch nicht geglükt,Robert der Teupel iſt überall ausgepfliffen wor⸗ den, und hier auch glänzend durchge fallen, obgleich die Aufführung recht gut war.(Aus der Frankf. Zeitung.)

Literatur.

Wien(Literariſcher Kourier). Von Em. Straube erſcheinen bei Böck neue Volksſagen,Großer Nuzen aus dem Miſtdampf, ge. c. bei Gerold von J. J. Waibel. Lezteres ein vor⸗ zügliches Werk. Auch eine neue deutſch⸗ engliſche Zeitſchrift, d. h. eine engli⸗ ſche Zeitſchrift, welche in Deutſchland

von Otto Wigand verlegt wird, und ſich The Englisbmann nennt, hat dieſe Buch handlung in Kommiſſion. Von Rud. Hirſch ſoll ein epiſch-romantiſches Gedicht erſcheinen, von welchem bereits Proben im Sammler ſtanden.Vor⸗ leſung für Pferde-Liebhaber von C. Häring, iſt ein neues Buch, in Kommiſſion bei Tendler, mit vielen trefflichen bildlichen Darſtellungen von J. W. Baumeiſter gezeichnet. C. W. Koch, durch mehrere gelungene drama⸗ tiſche Bearbeitungen bekannt, ſezt das Taſchenbuch Kurländers fort. Bei Tendler ſind die Jahrgänge 1834, 1855, und 1836 derHuldigung den Frauen von Caſtellt um den herabge⸗ ſezten Preis von 5 fl. C. M. zu ha⸗ ben. Das Taſchenbuch für das k. k. priv. Theater in der Leopoldſtadt pro 1857 iſt unter der Redaktion der Herrn Meisl und Aug. Schmidt erſchienen und zeichnet ſich ſowohl in Inhalt als typographiſcher Ausſtattung vor allen andern Jahrgängen dieſes Taſchenbu⸗ ches aus. Unter den Erzählungen erwähnen wir als vorzüglich:das Ständchen, Bild aus dem muſikali⸗ ſchen Leben, von Auguſt Schmidt, welches mit Humor und Sachkenntniß geſchrieben iſt und das bereits bekannte Talent des Verfaſſers für dieſes Fach auf das Neue beſtätiget. Nebſt dieſem nennen wirdie Königstafel von Joh. Z. Mirani, ein noch unbekann⸗ ter Name, der aber bald ein bekann⸗ ter ſein dürfte. Dieſe Erzählung iſt eben ſo lebendig als zeitgemäß hinge⸗ ſtellt, und wird gewiß jeden Leſer be⸗ friedigen. Möge Hr. Mirani die ein⸗ geſchlagene Bahn mit Eifer und Liebe verfolgen. Noch enthält dieſes Taſchen⸗ buch eine Erzählung:Zwei Oornen⸗ kronen, nach dem Franzöſiſchen von Caſtelli, welche ſich recht gut lieſt. Unter den poetiſchen Leiſtungen finden

wir zwei Gedichte von Herrn*