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viele erſchltternde eſfektreiche Szenen. Der Sieg der Tugend über die Be— drängniſſe und Verführungen des Le— bens iſt auch diesmal, wie in ſeinen frühern Dramen die Aufgabe des Ver— faſſers geweſen, deren gelungene Lö⸗ ſung ſeinem Herzen ſowohl als ſeinem Talente zur Ehre gereicht. Das Stük ſpielt an der Küſte von Cornwallis un⸗ ter jenen Strandgeiern, die von dem Aaſe der Schiffstrümmer leben, und die den Himmel zu bitten pflegen, daß er ihnen eine„geſegnete Stran⸗ dung“ beſcheren möge, die ſie dann auch mit teufliſcher Habgier und mit ſchauderhafter Schonungsloſigkeit ge—⸗ gen die armen Geſcheiterten ausbeuten. Herr Knowles ſplelt in ſeinem Stüke den alten Strandräuber, deſfen Tochter es am Ende gelingt, die Hölle zu be— ſchwören und den Himmel zu verſöhnen. An Melodramen⸗Effekten fehlt es dabei freilich nicht, doch ſeine Tendenz ſchon bewahrt das Stük vor jeder Aehnlich keit mit den Gräueldarſtellungen der neuern franzöflſchen Bühne. M.
Allerlei.
Buntes au“ Paris. In dem Theater zu Rennes ſtürzte eines Abends, als ſich eine ungeheure Men— ſchenzahl verſammelt hatte, um Votier ſpielen zu ſehen, ein Frauenzimmer von einer Gallerie in das Parterre herunter, weil ſie ſich zu begierig ganz vorgedrängt hatte. Es eilten natürlich ſehr Viele zu ihrem Beiſtande herbei, aber man erſtaunte nicht wenig, als ſie auf die Frage über ihr Beſinden, weiter nichts antwortete als:„A ch Gottl und ich hatte einen ſo ſchönen Plaz!“— Im Rocher de Cancale aßen neulich zwei Perſonen zum Frühſtük, und wunderten ſich gar ſehr, als ſie dafür 61 Franks(gegen
25 fl. C. M.) bezahlen mußten. Sie hatten: Fr. C. Vier Duzend Auſtern 4—
Eine Flaſche Steinberger(1822) 20
Ein Huhn à la Marengo 2 Zwei gebratene Fiſche 12— Eine Flaſche Lafitte(1825) 13— Brod— 50 Zwei Birnen 1 50 Weintrauben 2— Sa. 64—
— Kürzlich arretirte die Polizei eine ganze Familie von Taſchendieben auf friſcher That, nämlich zwei Söhne, den Viter und den Großvater.— Die ſeit 5 Jahren dauernde Schachpartie zwiſchen Paris und London iſt jezt be⸗ endigt. Die engliſchen Schachſpieler mußten nach hartnäkigem Kampfe die Ueberlegenheit ihrer franzöſiſchen Geg⸗ ner anerkennen, und haben den Betrag der Wette an den Schachklubb Nr. 1, in der Rue de Ménard, eingeſendet. — Ju der Modehandlung des Hrn. Genet auf dem Boulevard des Italiens zu Paris fand dieſer Tagezeine Gas⸗ exploſton Statt. Die Röhren waren durch die Nachläſſigkeit der Gaskom⸗ pagnie ſchodhaft geworden, ſo daß das Gas ausſtrömte. Nicht nur Hr. Ge⸗ net, ſondern auch die benachbarten Lä⸗ den, deren Fenſter zertrümmert wur— den, erlitten beträchtlichen Schaden. — Eine Aktienkompagnie in Paris mit einem Kapital von 74,000 Frks. will ſich die Verbeſſerung der verſchke— denen Ragen von Jagdhunden zur Auf⸗ gabe machen.— Herr Guſikow hat in Paris auf den 27. Dezember ein Kon⸗ zert angekündigt.— Von Charles No— dier iſt eine Beſchreibung der Seine— Ufer mit zahlreichen Stahlſtichen er⸗ ſchienen.— Eine neue Oper von Scribe und Auber:„die Geſandtin““, macht in Paris großes Glük.— B. Buntes aus London. Ein Vürger der City erhält kürzlich von


