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ſelnem Sachwalter eine ſo unerwartet große Rechnung, daß er dleſen rufen läßt, um alle einzelnen Punkte mit ihm durchzuleſen. Er findet: 6 Syil⸗ linge für einen nach Southampton ge— mietheten Wagen.„Sie müſſen ſich ir ren“, ſagt der Kaufmann,„ich habe nie in Southampton Geſchäfte gehabt, und Sie können deshalb nicht den Wagen auf meine Koſten genommen ha— ben“—„Entſchuldigen Sie“, ant— wortete der Sachwalter,„ich mlethete den Wagen, um einen Truthahn und
Trüffeln, die Sie mir um Neujahr
gütigſt ſchenkten, von Southampton abholen zu laſſen.— Aus Anlaß des
Welhnachtsfeſtes ſind in London am 16. und 19. Dezember 900 Arme auf Koſten der Zivilliſte mit Almoſen be⸗
ſchenkt worden. Man bemerkte darun⸗ ter eine Frau von 108 Jahren, meh⸗— rere Männer und Weiber von 90 bis 100 Jahren, alle Andern waren über 60 Jahre. An 168 Perſonen wurden 50 Shilling, und an die übrigen 5 Shill. per Kopf ausgetheilt.— Die Koſten der Ausgrabung der Mad. Ma⸗ libran in Mancheſter, der gerichtlichen Prozedur und des neuen Leichenbegäng— niſſes in Belgien werden auf 12,000 fl. geſchäzt.— Kapitän King, Reiſege— fährte des Kapitänz Vack nach den Po⸗ largegenden, unternimmt eine neue E. ion dorthin. Er verlangt von der Regierung nur 1000 Pfd. Sterl., wovon 400 ſchon bezahlt wurden.— Hr. Dimitri Robertſon, deſſen Bru— der durch ſeine Luftfahrt in Mexiko zuerſt den Ballon nach der neuen Welt brachte, hat nun auch den Bewohnern von Calcutta in Indien dieſes unge— wohnte Schauſpiel verſchafft, welches die ungeheure Zuſchauermaſſe in Er— ſtaunen und Entzüken verſezte. Er wurde jubelnd nach Hauſe geführt, und
am andern Tage war ſeine Wohnung von Leuten umlagert, die Heilung ſuchten. Troz ſeiner Betheuerungen, daß er keine übernatürliche Kraft be— ſize, beſtanden ſie darauf, daß er der größte Zauberer der Welt ſei. Hr Robertſon reiſt nächſtens nach China, um zu verſuchen, auch dort mit ſeinem Luftballon einzudringen.— Lord Che— ſterfield verkaufte vor kurzem ſein be— rühmtes Pferd Pri am für 22,000 Thaler. B. Antwerpen. Hler trat vor kurzem ein reicher Kaufmann in ſeln Haus, begegnete auf der Flur einem Manne mit einer Matraze und fragte, wohin er damit wolle. Der Mann ant⸗ wortete ſchnell gefaßt:„Ich will die Matraze auf das Leihhaus tragen, um das Geld zur Beſtreitung der Koſten zu erhalten, die mir die Entbindung mei⸗ ner Frau verurſacht.“ Der Kaufmann wurde von der Noth des armen Ehe— mannes gerührt und gab hm 10 Frks. Als er aber in ſeine Wohnung hinauf kam, erfuhr er bald, daß ihm eine Matraze geſtohlen worden ſei. D. Neapel. Eine berühmte Tän⸗ zerin in Italien, Madem. Eberle, die Taglionti der Theater la Scala und San Carlo, hatte einen reichen Ban— kier in Neapel geheirathet,— zur Trauer für ganz Italien. Aber bald kehrte das Glük den Geſchäften ihres Mannes den Rüken, und die ehemalige Tänzerin verließ, mit der nur den Frauen eigenen Aufopferung, bereit⸗ willig die große Welt, um ihre Kunſt von neuem auf dem Theater zu zeigen und ihrem Manne damit beizuſtehen. P. Brüſel. Hier erſcheint ein klei⸗ nes ſatyriſches Tagblatt,„die Bombe“, mit dem Motto: Bah! Victo Hugo. L.
Redigirt von der Re
daktion des Spiegels.


