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Wegen seines guten Geschmacks wird dieses Mehl haͤusig als Kuchenmehl benutzt, und es ver⸗ trittt hier, in der Gegend von Jena und Kahla, in manchen Doͤrfern die Stelle des Waizenmehls. Auch wird diese Fruchtart daselbst zu feinen Graͤupchen und Gruͤtze benutzt. ö
Es hat wohl keine Getreiteart so viel Zucker⸗ stoff, als der Dinkel, und aus diesem Grunde gibt er auch ein vortreffliches Bier. Beim Maͤlzen des⸗ selben ist aber wohl darauf Ruͤcksicht zu nehmen, daß man ihn nicht, vermoͤge seines kleinen Kornes, so lange wachsen lasse, als die Gerste, der Keim darf hoͤchstens bis J/ Zoll lang wachsen. Daß jedoch 1 Scheffel Dinkelmalz mit der Huͤlse nicht so viel Bier hergeben kann, als ein Scheffel Ger— stenmalz, ist wohl einem jeden einleuchtend.
Der Dinkel wird da wo er heimisch ist, haͤufig als Pferdefutter benutzt, aber hoͤchstens zu z unter den Hafer gemengt. Bei einer staͤrkern Mengung, oder wohl gar allein, ohne Hafermischung, wuͤrden sich, vermoͤge der scharfen Huͤlse, die Pferde die Maͤuler bald wund fressen, weßhalb er auch lieber naß ge⸗ fuͤttert werden muß; auf welche Weise er fuͤr die Pferde sehr gedeihlich ist, und von ihnen dann auch lieber gefressen wird.
Hinsichtlich des Verkaufs steht der Dinkel dem Haferpreise gleich. Das Stroh von demselben ist uur zum Streuen zu benutzen.
Noch ist zu bemerken, daß im Spaͤtherbst die Dinkelselder eine herrliche Schafweide abgeben. We⸗ gen des baldigen Säͤens dieser Fruchtart, treibt die⸗ selbe im Herbst einen kraͤftigen Stock, so daß sie öfters den ganzen Acker mit ihren Blaͤttern bedeckt.
Ist es nun etwas gefroren, so werden die Schafe darauf getrieben. Sie fressen sich darauf bald satt, und diese Weide ist ihnen sehr gesund, und bringt den Dinkelstoͤcken eher Nutzen als Schaden.
ueber die Kartoffellage und Er— sparniß dabei. (Schluß.)
Das Abschneiden der Saatstuͤcke kann ungefähr
25 Thlr. an Tagelohn kosten. Rechnet man diese zu obigen 104 Thlr. 5 Sgr., so kostet die Saat vermittelst Abschnitte doch nur 129 Thlr. 5 Sgr. Man erspart folglich gegen die Saat mir kleinen Kartoffeln 66 Thlr. 11 Sg. 8 Pf., und gegen die Saat mit groͤßern Kartoffeln 362 Thlr. 15 Sgr. Schneidet man aber die mittelgroßen Kartoffeln in zwei Stuͤcke, wie dieß oft zu geschehen pflegt, so gebraucht man zwar nur die Haͤlfte der zum Werth von 491 Thlr. 20 Sgr. berechneten Saat⸗ kartoffeln, die aber, einschlißlich des Lohnes fuͤr das Entzweischneiden, zu 500 Thlr. berechnet wer⸗ den muͤssen, man verliert aber doch, gegen die Saat mit Abschnitten, wenigstens 120 Thlr., und gegen kleine Kartoffeln 55 Thlr.
Daß die Abschnitte wenn sie einige Keim⸗ augen enthalten und in der Mitte einen halben Zoll dick sind, eben so viele und große Kartoffeln produciren, als die ganzen Kartoffeln, davon hade ich mich durch Versuche überzeugt. Nur muß jeder Abschnitt bei der Saat auf die Abschnit ts⸗ flache gelegt werden, damit die Keimaugen nach oben kommen, und es muß das belegte Stuͤck, wenn der Boden schwer sein sollte, sogleich gut uͤbereggt werden, um den Kartoffelaustrieben das Durchbrechen des Bodens zu erleichtern. Selbst frische Kartoffelschalen, die 4 Zoll dick waren, lieferten mir viele und auffallend dicke Kartoffeln, von 3 bis 4 Zoll Durchmesser Das sehr mittel— maͤßige Land war nicht frisch geduͤngt, wohl aber tief umgegraben worden. Jeder Stock gab, im Durchschnitte genommen, 2 Pfund Kartoffeln Ware ein ganzer Morgen auf diese Art besetzt ge⸗ wesen, so hatten 8860 Stöcke 17,720 Pf., oder


