Ausgabe 
24.12.1853
 
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Intelligenz-Blatt

fuͤr die

Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen.

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Sonnabend den 24. Dezember

1853.

Des Weihnachtsfeſtes wegen erſcheint den 28. d. M. keine Nummer d. Blattes.

Amtlicher Theil.

Das Großherzoglich Heſſiſche Kreis amt Friedberg an ſämmtliche Großh. Bürgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: e e des Verfaſſungseides für's vierte Quar-

Dienſtag den 3. Januar k. J., Vormittags 10 Uhr, findet die Abnahme des Verfaſſungseides Seitens der jungen Ortsbürger auf dem Rathhauſe dahier Statt.

Sie werden für die ordnungsmäßige Vorladung und Einſendung der Vorladungsnachweiſe, vor dem Termin, ſorgen.

Friedberg am 19. Dezember 1853.

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An Dei ef el, bean.

Betreffend: Die Erſtattung des Jahresberichts.

Ich fordere Sie auf, die Verzeichniſſe über die im laufenden Jahre in Ihren Gemeinden Aus- und Eingezo genen, mit Angabe deren Namen, Religion, Vermögen und Urſache des Ab⸗ und Einzugs, ſowie der Orte, woher und wohin ſie übergezogen ſind, unfehlbar bis zum 30. d. Mts. an mich einzuſenden, ebenſo Nachweis über die Publikation der Regierungsblätter beizuſchließen.

Friedberg den 21. Dezember 1853.

Müller.

An Dee llbe n.

Betreffend: Das Schießen in der Neujahrsnacht.

Den nachſtehend abgedruckten Polizeibefehl vom 13. Dezember 1847 bringe ich hierdurch in Erinnerung und beauftrage ich hierdurch die Gr. Bürgermeiſter zur Publi⸗ kation deſſelben.

Friedberg den 21. Dezember 1853.

Müller.

Die Verordnung, wonach das Schießen in der Neu⸗ jahrsnacht bei 10 Reichsthaler Strafe verboten iſt, wird hiermit eingeſchärft. Das Legen oder Losbrennen von ſo⸗ genannten Kanonenſchlägen in den Städten reſp. Ortſchaf⸗ ten und deren Umgebung ſoll mit gleicher Strafe geahndet

werden. Das Herumlaufen der Kinder auf der Straße darf gleichfalls bei Meidung einer Polizeiſtrafe von 30 kr. nicht ſtattfinden. Eltern, Vormünder ꝛc. bleiben dafür haft bar. Dieſes iſt alsbald bekannt zu machen und haben Sie Beſcheinigungen in Ihrer Regiſtratur aufzubewahren. Friedberg den 13. Dezember 1847. J d. Ag Krach, Gr. Kr.⸗Sect.

An ſtel lungen.

Der praktiſche Arzt Dr. Georg Schäfer von Aſſen heim wurde heute nach erfolgter Ermächtigung Gr. Mini ſteriums des Innern vom 24. v. M. als Aſſiſtent ſeines Vaters des Gr. Kreiswundarztes Schäfer daſelbſt eidlich verpflichtet, was hierdurch veröffentlicht wird.

Friedberg den 20. Dezember 1853.

Gr. Kreisamt Friedberg Müller,

Bekanntmachung, betreffend die Leſeholznutzung in den Gr. Domanial waldungen der Oberförſterri Oberrosbach fuͤr 1834.

In Gemäßheit der allerhöchſten Verordnung vom 1. Okt. 1848 und der Bekanntmachung vom 3. ejusdem, in Nr. 57 des Reg.-Bl. werden zu Leſeholztagen für 1854 be⸗ ſtimmt: der 16. Januar, 13. Februar, 6. März, 3. April, 1. Mai, 26. Juni, 24. Juli, 21. Auguſt, 18. September, 16. Oktober, 20. November, 18. Dezember, welche Tage jedesmal auf Montag fallen.

Außer den Diſtrikten, Abtheilungen und Schlägen, in welchen Holzhauereien im Gange ſind, ſo lange bis das Holz vollſtändig aufgearbeitet, aufgeſetzt und nummerirt iſt, ſind folgende, mit Strohwiſchen bezeichnete Heegen von der Leſeholznutzung ausgeſchloſſen und verboten:

Frauenwald: die Schläge Nr. VII, VIII, IX, X, XI, XII, XIII, XIV, XV, XVI.

Burgwald: die Schläge Nr. I, II, III, IV. V, VI, VII, VIII, IX, X.

Mainzerhecken und Weſterfeldſcherwald: der ganze Diſtrikt.

Kellerberg: die Schläge Nr. XI, XII, XIII, XIV.

Schwarzheidt: die ganze Parzelle. 8

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