Triumph betrachtet werden würde. Aber grauſamere Ge⸗ fühle gegen den Gatten von Lucy Meadows drängten ihn zur Rache. Er hatte Lucy im Geheimen leidenſchaft⸗ lich geliebt, und ſie hatte ihre entſchiedene Abneigung gegen ihn nicht verhehlt. Indem er die wahren Gründe zurückhielt, die ihn vermochten, einen Angriff auf das Leben Deſſen zu machen, dem er kein Unrecht vorwerfen konnte, mußte die ſeiner ſchönen Couſine bewieſene Ge⸗ ringſchätzung die vorgebliche Urſache zu einem Zanke ſein, und er begab ſich, begleitet von einem Menſchen gleicher Art wie er, nach dem Badeorte, wo das ſchöne junge Ehepaar eben ein elyſiſches Leben begonnen hatte. Die barbariſche Sitte, die man fälſchlich Ehrenhaftigkeit nennt, verbot beinahe, wenn der Herausforderer nur von Adel war, eine Verweigerung, Genugthuung zu geben, wie ſchwach auch der Vorwand ſein mochte, unter dem er ein Duell verlangte, und Pemberton machte ſie ſich zu Nutzen.
Es war Abend. Robert war beſchäftigt geweſen, Gratulations-Schreiben zu beantworten und hatte ſeine Briefe zur Poſt getragen. Lucy beobachtete ihn vom Fenſter aus, nie war ihr ihr Gatte ſo ſchön erſchienen, als da er um die Ecke biegend ihr zulächelte und ihr eine Kußhand zuwarf. Sie blickte auf die Sonne, die im fernen Weſten herrlich niederſank und in einem goldenen Strom ihre breite Scheibe in den unermeßlichen Ocean ſenkte. Ach, die Arme ließ es ſich nicht träumen, daß der Mond der aufging, eine Nacht einleiten ſollte, aus deren tiefer, tiefer Finſterniß nie ein Hoffnungsſtrahl her⸗ vorbrechen würde.
Pemberton ihrem auserſehenen
und ſein Gefährte Andrews lauerten Opfer auf; aber Robert fühlte ſich zu beglückt durch Lucy, um irgend etwas zu fürchten, was ſein Glück ſtören könnte. Er machte gegen die ihm ſchuldgegebene Beleidigung Harriet's ruhige Vorſtellungen und wies jede Abſicht, die Gefühle derſelben zu verletzen, zurück. Ein feindliches Zusammentreffen lehnte er ab, wenigſtens bis er nach einem Freunde ſenden und dieſen um Rath fragen könnte. Pemberton ging von frecher Anmaßung zu wörtlichen Inſulten und endlich zu thaͤt⸗ licher Beleidigung über. Robert war ein Mann von Muth und Ehre. Gott im Himmel, eines Raufbolds Reitpeitſche auf ſeiner Schulter zu fühlen und die Schmach nicht zu ahnden!— Seine Mäßigung war dahin; er wollte den Schimpf durch Blut tilgen. Kein weiterer Aufſchub, er verlangte augenblicklich Genugthuung. Man eilte in den Garten des Gaſthofes, und zehn Minuten nach jenem Gruß, den er der theuren Gattin zugewinkt — ach, er dachte nicht, daß es der letzte ſein ſollte!— lag Robert todt darniedergeſtreckt auf dem Raſen.
Was Lucy litt, kann man ſich leicht vorſtellen. Menſchliches Leid konnte nicht größer ſein: in Einem Sturz vom Gipfel menſchlicher Glückſeligkeit in den dun⸗ kelſten Abgrund der Verzweiflung zu ſinken! Die Feder verſagt den Dienſt, ein ſolches Leid zu ſchildern.
Und welches waren die Gefühle, der ſchuldvollen Harriet, als ihr das Unglück, das ihre Uebereilung her— vorgerufen, berichtet ward? Ehe noch ihr Abgeſandter ſeine Reiſe halb vollendet, hatte ihr beſſeres Gefühl ge— ſiegt und ſie hätte— leider zu ſpät!— Tauſende darum gegeben, ihn zurückrufen zu können. Zu ihren Gunſten wollen wir hoffen, daß ſie bei der Rache, die ſie gewünſcht, nicht an Vernichtung gedacht hatte. Und wirklich kann die Wirkung der Trauerbotſchaft auf ſie dieß beweiſen. Krämpfe, Fieber, Delirium quälten ſie zwei Monate lang, dann genas ſie körperlich, aber ihr Geiſt blieb verwirrt; einige Jahre nachher beſchloß ſie ihr elendes Daſein in einem Irrenhauſe.
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2.
Und was ward aus Andrews und Pemberton?
Beide ſtarben eines gewaltſamen, aber unrühmlichen Todes.
Frank Andrews kam nach ſechsjährigem Umherſchwei— fen in fernen Ländern, nach Dublin zurück. Am Abend des Tages ſeiner Ankunft bekam er einen Streit mit einem Leinwandhändler, deſſen Tochter er im Theater be⸗ leidigt hatte, und forderte denſelben mit Anbruch des nächſten Tages nach dem Phönix-Parkß). Die Stunde der Wiedervergeltung war gekommen, denn der Mann, der wohl nie eine andere Waffe, als die Tuchelle geführt hatte, ſchoß, durch einen bloßen Zufall, dem Andrews eine Kugel in's Herz.
Noch weniger ehrenvoll war Pemberton's Tod. Nie hatte wohl ein Mord— denn was Anderes war es, das er an Robert Random begangen?— für den Mörder an⸗ fangs glücklichere Folgen gehabt, als für ihn. Harriet war in's Irrenhaus gebracht, ihr Vater, den der Kummer getödtet, zu Grabe getragen— in Einem Monate. George Pemberton, als nächſter Erbe, erhielt die Verwaltung der reichen Beſitzungen und die Sorge fur die Wahnſinnige. Er beſchloß, daß ſeine Couſine während ſeines Lebens in der Abgeſchiedenheit leben ſolle, und das Schickſal gab ſeine Zuſtimmung.
Es war an einem finſtern Herbſtabend, als Pem— berton, der von ſeines Oheims Hauſe förmlich Beſitz ge— nommen hatte, zwei Fremde mitnahm, um bei ihm zu Abend zu eſſen, deren Bekanntſchaft er am Morgen auf dem Jahrmarkt in einem benachbarten Städtchen gemacht hatte. Es muß hier bemerkt werden, daß Robert Ran- dom einen natürlichen Bruder gehabt, gegen den er ſtets ſehr freundlich und großmüthig gehandelt hatte; dieſen hatte man oft dem Mörder ſeines Halbbruders und Wohl⸗ thäters Rache ſchwören hören. Er nahm den Namen ſeiner Mutter an, ward William Halligan, und von den Landleuten gewöhlich Liaume Vaddagh(der lange William) genannt. Acht Monate waren vergangen, ſeit Robert von Pemberton gemordet war, und die Meiſten meinten und äußerten ſchon, Pemberton„ſitze nun ſicher im Sattel.“ Doch Andere waren nicht dieſer Meinung.
Liaume Vaddagh hatte fruͤher wegen ſeines unter— geordneten wilden Lebens in nicht gutem Rufe geſtanden; aber ſeit dem Tode ſeines Bruders war bei ihm eine merkwürdige Veränderung eingetreten: kein Whisky kam mehr über ſeine Lippen, auf den Jahrmärkten, wo er er— ſchien, hielt er ſich von jedem Gezänk und jeder Schlägerei fern. Seine Kameraden wußten nicht, was ſie daraus machen ſollten; ältere Leute meinten, daß er unter dieſem ruhigen Aeußern eine innere tobende Leidenſchaft verberge und nur ſeine Zeit abwarte, um ſeinen Streich deſto ſicherer zu führen.
Pemberton, obwohl ihm verſchiedene warnende Winke gegeben wurde, verharrte in ſeiner Sorgloſigkeit, und doch gab es Augenblicke, wo jener junge Mann mit ſeiner ver⸗ änderten Sitte, den er allenthalben, wohin er kam, wie⸗ derfand, ihm Verdacht erregte. An dieſem Tage begegnete er ihm wieder mehrere Male und er bemerkte, wie viele Andere, eine abermalige auffallende Veränderung in ſeiner Erſcheinung. Bis dahin hatte Liaume Vaddagh Trauer⸗ kleider getragen und ſtarke Getränke wie Gift gemieden. An dieſem Tage war die ſchwarze Kleidung abgelegt, er trank ſtark, auf das Andenken ſeines Bruders, und er⸗
*) In dieſem Park, in der Nähe von Dublin, werden gewöhnlich die Duelle ausgefochten.
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