Ausgabe 
19.11.1853
 
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wähnte daß heute der Geburtstag des Verſtorbenen ſei. Noch ein anderer Umſtand muß erwähnt werden. Lucy hatte oft gebeten, derlange William möchte ſie be ſuchen, weil ſie die Zuneigung ihres ermordeten Gatten für ſeinen Halbbruder kannte. Auf jede Einladung war dieſelbe dankbare Erwiderung erfolgt:Er werde pflicht mäßig ſeine Aufwartung machen, wenn ſein Gelübde er fuͤllt ſein würde., Welches Gelübde dieß ſei, wußte Nie mand.

Als es Abend ward, ließ Pemberton ſeine Pferde vor die Thür des Gaſthofes kommen; um dieſelbe Zeit ſah man Liaume Vaddagh, in ſeinen Cotamore) gehüllt, aus der Stadt, wo der Jahrmarkt war, im muntern Trabe fortreiten. Um zu dem großen Haupteingange von Pemberton's Park zu gelangen, mußte man einen Umweg von wenigſtens zwei engliſchen Meilen machen; aher es gab eine Hinterpforte, die ſich nach der Landſtraße öffnete, welche William einſchlug. Durch dieſe Pforte, die er mit einem Schluſſel öffnete und dann ſorgfältig wieder ver ſchloß, gelangte William in den Park. Die Scene, die nun folgte, ward von einem der Fremden, die Pemberton eingeladen hatte, folgendermaßen beſchrieben.

3 Auch Pemberton kam mit ſeinen Gäſten durch jene Hinterthür in den Park. Nachdem er dieſelbe geöffnet und ſorgfältig wieder verſchloſſen hatte, wandte er ſich zu ihnen und bot ihnen höflich Willkommen:Dieß iſt das erſte Mal, meine Herren, daß ich die Ehre habe, ſie in Mount Hazle zu empfangen; darf ich hoffen, daß es nicht das letzte ſein wird? Die Fremden verbeugten ſich; in dieſem Augenblick ertönte eine Stimme, wie ein Echo, die laut und deutlich wiederholte:das letzte!

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Eine Flinte knallte Pemberton wankte und fiel die Pferde der Fremden, ſcheu geworden, rannten mit ihren Reitern in flüchtiger Eile fort, der Eine der Reiter hielt ſich im Sattel, während der Andere abgeworfen ward; dieſer fiel in einen Graben und von hier aus ſah er, in tödtlicher Angſt, der Entwickelung der Tragödie zu.

Ein hoher hagerer Mann, in einen Friesrock ge hüllt, kam langſam hinter dem Zaun hervor und näherte ſich ruhig dem Leichnam. Er blickte das glaſichte Auge und die blutloſen Lippen an.Ein Schuß reichte hin!, murmelte er, und legte die Flinte in ſchräger Richtung quer über den Leichnam. Dann zog er ein beſchriebenes Papier aus ſeiner Taſche und befeſtigte es mit vier Nadeln, die er bei ſich hatte, auf des Todten Bruſt; lud ruhig ſeine Flinte wieder, ſah wohl einige Minuten lang den Todten an, aber ſeine Hand berührte Nichts; nur zog er ihm eine goldene Uhr aus der Taſche, murmelte: Es war halb acht, und ſteckte ſie dann ſorgfältig wie der an ihre Stelle. Darauf lenkte er ſein Pferd zur Pforte, ſchloß ſie auf und wieder zu und ritt langſam fort. Halb todt vor Furcht, horchte der Fremde auf die ſich entfernenden Hufſchläge des Pferdes und kroch dann vorſichtig aus dem Graben hervor. Er ſchauderte zuſam men als er den Leichnam ſah, denn das auf der Bruſt des Todten befeſtigte Papier enthielt die Worte:Blut für Blut!/

(Schiuß folgt.)

Berichtigung zu Nr. 88. d. Blts. uber Seidenzucht. S. 352 ad III. Z. 3 v. u. Spinnerei l. Spinnerin.

*) Ein weiter Friesrock.

352 V. 3. 27 v. o. Baumpflanze l. Loupflanze. 3523. 4 v. u. wird l. wo.

353 Spalte 1 3. 35 v. o. würde l. wird.

353 1 3. 13 v. u. derſelben J. demſelben.

Bekamumachungen von Be⸗ hoͤrden.

INN

Lieferungen verſchiedener Bedürfniſſe für die Garniſon Butzbach.

(1765) Die Lieferung nachbenannter Be⸗ dürfniſſe für die Garniſon Butzbach ſollen auf dem Wege der Soumiſſion an den Wenigſt⸗ fordernden in Accord gegeben werden, und zwar: Dienſtag ben 22. November d. J., des Vor⸗ mittags um 10 Uhr, die Bedürfniſſe an Brod, geläutertem Brenn⸗ öl, Thran, Stearinlichter, Gerſtenſchroth, Waizenkleie und Leinkuchen, ſodann Stroh zum Füllen einzelner Betten pro 1. Halbjahr 1854, ſodann Mittwoch den 23. November d. J., des Vor⸗ mittags um 10 Ubr, die Bedürfniſſe von Kardätſchen, Wannen, Zimmer⸗ und Stallbeſen auf die Jahre 1854, 1855 und 1856. 5 Dies den Intereſſenten mit dem Anfügen zur Nachricht, daß die resp. Lieferungsbedin⸗ gungen jeden Tag auf dem Verwaltungsbüreau beſagter Garniſon eingeſehen werden können. Butzbach den 10. November 1853. In Auftrag: Cellarius, Oberquartiermeiſter.

Bekanntmachung.

(17710 Conrad Heß von Reichelsheim, wel⸗

cher bereits zu Anfang dieſes Jahres nach

Amerika gereiſt iſt, will mit Frau und zwei

Kindern dorthin auswandern, was in Gemäß⸗

heit der Verordnung vom 24. März 1849 hier⸗

durch bekannt gemacht wird.

Reichelsheim den 12. November 1853.

Herzogl. Naſſ. Kreisamt

v. Preuſchen.

Victualienlieferung.

(1775) Die Lieferung des Bedarfs an Vic⸗ tualien für das Landeszuchthaus im Jahr 1854, beſtehend in circa: 127 Centner Erbſen, 113 weißen Bohnen, 47 Linſen, 38Reis, geſchälter Gerſte, 38 Haidegrütz, 53 Hirſen, Weißmehl, Waizengrütze, Nudeln, gedörrten Zwetſchen, 1 Pkfeffer, 52 Butter, ſowie 60 Maas Branntwein,

ſoll im Ganzen auf dem Soumiſſionswege vergeben und zur Einlage der Soumiſſionen in den vor dem Directorial⸗Bureau dahier aufge⸗ hängtenSoumiſſionskaſten, Termin bis zum 23. d. M., Abends 6 Uhr, anberaumt werden. Die Lieferungsbedingungen liegen bei dem Gr.

Proviantmeiſter Weigel zur Einſicht offen. Ma rienſchloß den 14. November 1853. Die Verwaltungs⸗Commiſſion.

Für die Ausfertigung:

Nispel, Secretär.

Mobiliar⸗Verſteigerung. (17760 Mittwoch den 23. d. M., Vormit⸗ tags 9 Ühr anfangend, werden die zur Con⸗ cursmaſſe des Moſes Strauß dahier gehörenden Mobiliar-Gegenſtände in deſſen Behauſung öffentlich meiſtbietend verſteigert.

1 Niederwöllſtadt den 16. November 1853. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts:

Lieferungen ꝛc. für das Landeszuchthaus im Jahr 1854.

(171771) 1. Im Soumiſſionswege ſoll ver⸗

geben und zur Einlage der Soumiſſionen in

den vor dem Directorial⸗Büreau dahier aufge⸗

hängtenSoumiſſionskaſten, Termin bis zum

28. d. M., Abends 6 Uhr, anberaumt werden:

1) die Lieferung der Reiſerbeſen,

29 5 Seife und Talglichter,

33 verſchiedener Holzſortimente

in Bohlen, von Eichenſcheitholz zu Kü⸗ ferholz,

75 des Schmiedegrieſes.

II. Im Wege öffentlicher Verſteigerung Dien⸗ ſtag den 29. d. M., Vormittags 9 Uhr, anfangend:

10 die Anfuhr von Holzbraunkohlen,

2) des nöthigen Sands und Lehms,

3) Leiſtung verſchiedener Fahrten,

4)Lieferung von Buͤchenſcheitholz zu

a Brennholz,

5) des Ochſen-, Schweinen, Kalb⸗ und Hammeklfleiſches,

6) das Geſpül und der ſonſtige Abnutzen an Speiſeingredienzien ꝛc. bei der Anſtalts⸗ menage.

Die betreffenden Bedingungen können bei Un

terzeichnetem eingeſehen werden.

Marienſchloß den 14. November 1853.

Die Verwaltungs⸗Commiſſion. Für die Ausfertigung: Nispel, Seeretär. Bekanntmachung.

(1778) Dienſtag den 22. November, Mor⸗ gens um 11 Uhr, wird in bieſigem Rathhauſe die Anlieferung von circa 38 Aepfel⸗ und 39 Birnſtämmchen, an den Wenigſtnehmenden ver⸗ ſteigert.

Friedberg den 16. November 1853.

4)*

der Vorſteher des Großh. Ortsgerichts Stoll.

Der Großherzogl. Bürgermeiſter Bender.

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