Ausgabe 
2.3.1853
 
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von 100 fl. Naturalien auf 170 fl. 23 ¼ kr., wofür in 1853 das Weben den mit 115 fl. zu vergüten iſt. Der Zuſaß für Holz von je 100 fl. Beſoldung beträgt 19 kr., berechnet nach Maß⸗ gabe des im Regierungsblatt Nr. 53 von 1852 bekannt gemachten Tarifes. 4) Niederſchlagung von zwei Zielen der Umlagen der israelitiſchen Religionsgemeinde zu Eimelrod für 1852 im Betrage von 33 fl. 5) Erhebung einer Umlage von 120 fl. zur Beſtreitung der Bedürfniſſe der israelitiſchen Religionsgemeinde Cramnfelo, im Kreiſe Lauterbach. 6) Umlagen zur Beſtreitung der Communal⸗ Bedürfniſſe in den israelitiſchen Religionsgemeinden des Kreiſes Nidda für 1853. 7) Umlagen zur Beſtreitung der Communal⸗ Bedürfniſſe in den Gemeinden des Kreiſes Nidda für 1853. 80 Promotionen an der Großh. Landesuniverſität Gießen. Die medi⸗ einiſche Doctorwürde erhielten? am 27. Mai 1852 Hermann Welcker aus Gießen, 11. Juni Julius Glaſer aus Grünberg, 10. Juli Auguſt Winter aus Oberbeerbach, 15. Juli Alfred Hegar aus Darmſtadt, 7. Auguſt Gottlieb Gruner aus Rodheim, 13. September Damian Wagner aus Mainz, 27. November Philipp W aus Mölsheim. Die philoſophiſche Doctorwürde: 14. April Ch. L. H. W. Rumpf aus Gießen, 25. Juni Auguſt Kekule aus Darmſtadt, 1. Juli H. Weiffenbach aus Alzei; 10595 Auguſt Otto Schleuning aus Darmſtadt, 25. November Eduard Ernſt Lucius aus Jugenheim bei Mainz, 3. Dezember Wilhelm Langsdorf aus Darmſtadk, 18. Dez. W. C. L. A. Reißig aus Darmſtadt. Ermächtigung zur Annahme fremder Orden. S. K. H. der Großherzog haben die allergnadigſte Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen folgender von S. M. dem Kaiſer von Rußland verliehenen Orden zu ertheilen geruht: am 18. November 1852: des St. Stanislaus⸗Ordens 1. Cl. dem Kammerherrn, Landjägermeiſter und wirklichem Geheimenrathe Frhrn. v. Gall und dem Kammerherrn, Generalmafor und Generaladjutanten Frhrn. v. Trotha; des St. Annenordens 2. Cl. in Brillanten: dem Kammerherrn, Oberſt und Flügeladjutanten Frhrn. v. Günderode und dem Kammerherrn und Hofmarſchall Frhrn. v. Dörnberg; des St. Wladimirordens 4. Cl.: dem Kammerherrn und Oberfinanzrath Frhrn. v. Dalwigk und dem Kammerherrn und Rittmeiſter Frhrn. v. Riedeſel; am 26. Dezember des St. Stanislausordens 1. Claſſe: dem Oberſtjägermeiſter, Freiherrn von Dörnberg, deſſelben Ordens 2. Claſſe dem Kammerherrn und adeligen Stallmeiſter v. Werner und deſſelben Ordens 3. Cl. dem Eiſenbahn⸗Inſpector Lichthammer; des St. Annenordens 3. Cl.: dem Miniſterialſekretär von Biegeleben und dem Geh. Archivar Baur. 10) Ertheilung eines Patents: Am 24. Dezember dem Kaufmann J. F. H. Prillwitz in Berlin für den Umfang des Großherzogthums und für die Dauer der nächſten fünf Jahre das ausſchließliche Recht, die von ihm conſtruirten Spann⸗ rahmen zum Einſpannen von zu lakirenden Fellen verfertigen zu dürfen. 11) Dienſtnachrichten. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigſt geruht: am 17. Dez. 1852 den Calculator bei der Steuercontrole, Eberhardt, zum Obereinnehmer für den Obereinneh- merei⸗ und Rentamtsbezirk Bingen, mit der Wirkung vom 1. Januar 1853 an, am 21. Dez. den ſeitherigen Aufſeher bei der Ortseinneh⸗ merei zu Mainz, Schnellbächer, zum Aſſiſtenten bei gevachter Orts⸗ einnehmerei zu ernennen; am 31. Dez. den Revierförſter Cellaxius vom Forſtrevier Dautphe in das Forſtrevier Gladenbach zu verſetzen; am 7. Januar den ſeither bei dem Bauweſen im Baubezirk Michel⸗ ſtadt proviſoriſch verwendeten Johannes Dingeldein aus Reichels⸗ heim zum Bauaufſeher 1. Cl. im Baubezirk Offenbach, ſowie den früheren Gemeindebaumeiſter Amendt zu Bensheim zum Bauaufſeher 1. El im Baubezirke Mainz; am 13. Januar den Kanzliſten bei dem Oberſtceremonienmeiſteramte, Berghöffer, zum Cabinetscanzliſten und am 26. Jan. den Geh. Staatsrath Zimmermann zum Mitgliede des Staatsraths zu ernennen. 12) Charakterertheilung: Am 13. Jan. dem Hofglockeniſten, Hofglockendirector Strauß, alsHofmuſikmeiſter 13) Dieſtentlaſſung. S. K. H. der Großherzog haben allergnä⸗ digſt geruht: Am 14. Jan. der Großh. Schlüſſeldame Melanie Freiin v. Leykam, unter dankbarer Anerkennung ihrer treu geleiſteten Dienſte, die nachgeſuchte Entlaſſung aus dem Großherzoglichen Hofdienſte zu ertheilen. 14) Geſtorben ſind: am 8. Jan. der penſ. Canzliſt Richter zu Darmſtadt; 9. Jan. der penſ. Amtsſecretär und Landge⸗ richtsgctuar Hirſch zu Büdingen; der Rentamtsdiener Nebhuth zu Homberg; 18. Jan. der penſ. Rechnungsreviſor bei der 2. Juſtificatur⸗ Abtheilung Großh. Rechnungskammer, Heß zu Beſſungen; 22. Jan. der penſ. Phyſicatswundarzt Lauck zu Babenhauſen.

Der verlorengegangene Brief. Ein Lebensbild in Novellenſorm von C. Baldamus. (Fortſetzung.)

Der Briefwechſel zwiſchen den beiden Verlobten ward in den erſten drei Monaten mit der gewiſſenhafteſten Pünktlichkeit und auf dem größten Papier unterhalten, was nur aufzutreiben war, und Beide wußten jedesmal

viele Seiten mit dem Erguſſe ihrer Gefühle zu fuͤllen. Emilie entſchloß ſich, Guſtav eine Börſe zu ſticken, als Gegengeſchenk für ein Medaillon, welches ſie kurz vorher von Guſtav erhalten hatte. Emilie liebte im Grund die feineren weiblichen Arbeiten nicht; ſie hatte ſeither immer geiſtiger Beſchäftigung und Studien den Vorzug gegeben. Allein dießmal machte ſie die überraſchende Wahrnehmung, daß noch niemals eine Arbeit ihr ſo raſch von der Hand gegangen, ja daß ſelbſt geiſtige Arbeiten, ſelbſt die Lektüre der beſten Schriftſteller ihr nicht dieſes innige Vergnügen bereitet hatten, als die Verfertigung dieſer Börſe. Jede Maſche, die ſie ſtrickte, jede Glaspecle, die ſie einflocht, ward eine neue Quelle des Vergnügens für ſie, denn ſie arbeitete ja für Guſtav. Liebe iſt der wahre Lebenszauber und bewirkt ſeltſamere Metamorphoſen als der Zauber Archimago's oder Armida's geheime Künſte; ſie iſt die moraliſche Alchimie, die die werthloſeſten Dinge in die koſtbarſten umwandeln kann.

Die Börſe ward endlich vollendet und mit einem Briefchen an Guſtav abgeſchickt. Emilie war voll ge ſpannter Erwartung auf die Antwort und die Aufnahme, welche das kleine Geſchenk gefunden haben würde. Sie tanzte im Hauſe umher, ſang Bruchſtücke von Liedern und Balladen und legte eine ungewöhnliche Fröhlichkeit und Heiterkeit an den Tag, denn obwohl von heiterer freundlicher Gemüthsart, war ſie doch ſonſt zu ſinnig und gedankenvoll, um oft munter zu ſein. Sie war überzeugt, Guſtav werde ihr mit umgehender Poſt ſchreiben; ſie konnte den Augenblick kaum erwarten, wo ſein Brief ein treffen würde; ſie wußte freilich ſchon zum Voraus, was er ſagen werde, aber was that das? Sie ſehnte ſich den noch, ihr Auge an den Worten zu weiden, die ſeine Hand geſchrieben, und ſich die Töne und Blicke zu denken, mit welchen er ſie begleitet haben würde, wären ſie geſprochen, anſtatt geſchrieben worden. Der erſehnte Tag kam endlich, aber das Brieffelleiſen enthielt kein Schreiben für Emilie. Anfangs konnte ſie es kaum glauben; ihre Züge verfinſterten ſich und auf einige Minuten war ſie recht unangenehm enttäuſcht; allein ſie heiterte ſich raſch wieder auf mit dem Gedanken, der Brief werde morgen kommen, und ſang und hüpfte wieder im ganzen Hauſe herum. Allein ein zweiter Tag verging, und noch ein dritter, ein vierter, und immer kam noch kein Brief von Guſtav. Emiliens holde Stimme verſtummte, und ihr Schritt ward kaum mehr hörbar im Hauſe. Manchmal verſuchte ſie zu leſen oder ſetzte ſich an's Klavier, jedoch ohne ſonderlichen Erfolg; ihre verſtörte Miene, ihr ängſtlicher Blick, und eine verſtohlene Thräne, die zuweilen in ihren Wimpern perlte, verriethen die Unruhe ihres Gemüths, die verzeh rende Ungewißheit in ihrer Bruſt. Eine ganze Woche verging der längſte Zeitraum, welcher ſeither je ver ſtrichen war, ohne daß ſie einen Brief von Guſtav Wart mann erhalten, zwei Wochen, ein Monat verſtrichen, und noch immer kein Brief! dem armen Kinde ſchwanden Schlaf und Appetit, ihre hohe Geſtalt knickte faſt ſichtbar zuſammen und ihr abgehärmtes Ausſehen zeugte von jenem angſtlichen innern Leiden, jener unerträglich langweiligen verzehrenden Unruhe, welche zehnmal peinlicher iſt als jedes, wenn auch noch ſo große Uebel, deſſen Natur wir ergründen, deſſen Gränzen wir überſchauen können. War Guſtav vielleicht krank oder auf einer Reiſe? Oder konnte er wirklich nein, er konnte nicht treulos ſein! Sollte ſie nicht noch einmal an ihn ſchreiben? Ihre Eltern ver⸗ neinten dieſe Frage entſchieden, es wäre dieß unſchick lich, unweiblich, unwürdig, es hieße dieß ſich wegwerfen, ſagten ſie; wenn Guſtav krank ſei, ſo werde er unfehl bar ſelbſt wieder ſchreiben, ſobald er wieder geneſen ſei;

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