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113 Die conservative Partei hat diesmal keinen eigenen Candidaten aufgestellt; sollen a Männer sich der Wahl gänzlich enthalten? Gewiß nicht! Das wäre ein unverzeihlicher wen wählen? Unseres Erachtens ist da kein Zweifel: unseren wälschen Nachbarn unterjocht sehen will, der wähle Herrn Backe; wer sich aber liebt und hochhält, wer zu unserem Kaiser steht, der wähle
Herrn Dr. jur. B. Schröder in Cs spielt sich in unserem kleinen Kreise und Finsterniß ab. * LL 0 Hie Römisch! erschallt das Feldgeschrei auch bei uns.
liberale Schröder dem römischen Backe gegenüber, sondern der deutsche Schröder! Auf denn! wer dentsch sein will, wer deutsch denkt und fühlt,
Farbe bekennen! Wählen wir deßhalb den. a Herrn Dr. jur. B. Schröder in
Reichstagswahl!
Wer es mit Rom hält, wer Zersplitterung des
ber deßhalb die zu der Partei sich zählenden Judifferentismus! Das wäre feig! Aber Vaterlandes will, wer es von zu den Deutschen zählt, wer sein Vaterland
Worms.
ein Stück des großen Culturkampfes der Gegenwart, des Kampfes zwischen Licht
* Hie Deutsch! Wollen wir römisch sein?! Nein! und abermals nein! Es steht hier nicht der national⸗
Mann für Mann zur Wahlurne! hente gilt's deutscht
Worms.
Mehrere Conservative.
Ein Wahl-Resumé.
123 Die Wahlschlacht steht bevor und wiederum sind es zwei Parteien, die sich wie bei den vor bergegangenen Reichstagswahlen schroff gegenüberstehen. Die eine Seite geführt von 17 katdolischen Geistlichen, welche ihrem eigenen Gewissen und ihrer Ueberzeugung nicht das Recht haben, Folge zu leissen, sondern der Disciplin ihres Vorgesetzten— eines Bischofs von Mainz, welcher wieder unter dem Commando und der Botmäßigkeit der Strömung, die schon seit langer Zeit und gegenwärtig insbesondere im Vatican zu Rom zum Unglück der Welt herrscht, steht und seinen eigenen Gedanken nicht folgen darf, sondern der Umgebung eines starrsinnigen Greises, vor dem der Bischof von Mainz mit vielen andern Bischöfen fußfällig geworden ist, um das Unbeil abzuwenden, das durch die Proclamation des Unseblbarkeits-Dogma zwischen die Confessionen und die Katholiken selbst geschleudert wurde und das die Bischöse voraus gesagt und nun eingetreten— haben Rechnungsrath Backe in Darmstadt, welcher in Rockenberg die Civilebe mit dem gebildeten Worte,„der Viehhandel“ beehrte, als Candidat zum Reichstage aufgestellt. Von der Wirksamkeit Backe's im öffentlichen Leben ist absolut nichts vortheilhaftes bekannt. Seine Befähigung als Abgeordneter ist nicht im Mindesten erwiesen, kein Wunder kann ee daher ertegen, wenn ihn seine eigene Partei bei den letzten Landtage wahlen im Bensbeimer Wahlbezirk im Stich gelassen hat. Würde Herr Backe mit außergewöhnlichen Befähigungen begabt sein, sicher würde er in Bensheim von seiner Partei zum Reichstags- Candidaten proklamirt worden sein. Wie steht es nun auf der andern Seite? Dr. Schröder in Worms ist von sämmtlichen Abgeordneten des Bezirks, von einer großen Anzahl unabhängiger sreisinniger Bürger, die ihrer eigenen Ueberzeugung, und die von keiner Seite beein— trächtigt werden kann, folgen, sowie von den höchsten Beamten des Kreises befürwortet. Schröders Wirksamkeit im öffentlichen Leben, als Vorstand vieler Corporationen in Worms, in der Provinz und im ganzen Lande, seine landesständ ische und synodale Thätigktit und seine Befähigung als Abgeordneter sind über jeden Zweifel sestgestelt. Wozu braucht es da ein Programm, wenn ein Candidat auf seine Vergangenheit hinweisen kann— ein Mann, der im öffentlichen Leben nicht bekannt, braucht zu seiner Empfehlung— Versicherungen uud Versprechungen, die er vielleicht halten wird, vielleicht auch nicht. Leute, die auf der Barrikade oder im Gefängniß für ihre Ueberzeugung gewesen, heben ther ein Aniecht, daß die Freiheit und Einheit die sie erstreben, nicht allein im Munde geführt, sondern auch im Herzen getragen wird. Für jeden vernünftig denkenden freisinnigen Katholiken, Protestanten und Israeliten kann daher kein Zweifel herrschen, wem er seine Stimme zu geben hat. Backe; wer für Gewissensfreiheit, Bildung, Fortschritt und Hebung der materiellen Güter des Volkes ist,
gibt Dr. Schröder seine Stimme. 1—.—
Stimmzettel 81 für Herrn Dr. jur. B. Schröder in Worms flint!
zu beziehen bei der Buchhandlung von Carl Scriba in Friedberg.
Den Wählern,
122 welchen aus Versehen ein Stimmzettel für
Herrn Dr. jur. Sernhard Schröder in Worms
nicht zugekommen sein sollte und die die Absicht haben demselben ihre Stimme zu geben, diene hiermit zur Nach⸗ richt, daß in der Buchhandlung von C. Seriba noch Stimmzettel in Empfang genommen werden können. Ferner machen wir die Wähler darauf aufmerksam, daß die gedruckten Stimmzettel so zusammengefaltet sein müssen, daß der Name des Candidaten nicht ersichtlich, und dieselben in dem Wahllocal abzugeben sind und durchaus nicht, wie vielfach die irrige Meinung besteht, der eigene Name darauf geschrieben werden darf. Das Central⸗Wahleomit é.
Wetterauer Industrie⸗Ausstellung zu Friedberg in 1874.
105 Allgemeine öffentliche Versammlung:
Sonntag den 11. Januar, Nachmittags 3 Uhr in der
Brauerei des Herrn Burk zu Friedberg.
Alle Freunde der Industrie, die sich für genannte Unternehmen interessiren, insbesondere alle Industriellen, welche ausstellen wollen, ladet zu dieser Versammlung ein
Das Ausstellungs⸗Comits.
Einladung.
104 Sonntag den 18. d. M. findet in der Brauerei von Joseph Klein ein Gesellschafts⸗Ball statt,
Wer für Menschen⸗Verdummung, Verarmung und Knechtung des Volkes ist, wähle wozu alle Freunde des geselligen Vergnügens hiermst
eingeladen werden.— Anfang 7 Uhr. Ilbenstadt am 10. Januar 1874. Vorst an d.
Bei Carl Bindernagel in Friedberg ist zu haben: 70 Allen meinen geehrten Kunden erlaube ich mir pur. Kirchliche Anzeigen für Friedberg.
2 2 mit anzuzeigen, daß ich das von mir bisher betriebene omplimentirbuch Buchbindergeschäft Herrn Friedrich Strackfuß über⸗ N 2 2 tragen habe und bitte das mir geschenkte Zutrauen auf Eine Anweisung, wie man sich in Gesellschaften, bei denselben zu übertragen. Festlichkeiten, sowie in allen Verhältnissen des Lebens Wilhelm Weis. zu betragen hat. g
Inhalt: Anstandsregeln, Gratulationen, Anweisun N a a zum Briefschreiben, Anreden u. Complimente, lee en Unter Bezugnahme auf vorstehende Anzeige enpfeßle
139
1
Evangelische Gemeinde. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Baur.
ö 1. Sonntag nach Epiph. Missionsfest. Gottesdienst in der Stadtkirche:
Nachmittags: Herr Diakonus Meyer. Gottesdienst in der Burgkirche:
Belleids beze lterab ich mich in der Anfertigung aller in das Fach der Buch⸗ amen Keie Nodteral cee wiumen binderet einschlagenden Arbeiten und werde stets für
prompte Bedienung besorgt sein. Friedberg den 5. Januar 1874. 5 Friedrich Streckfuß. Wohnung bei Schmledmeister Oberländer.
sprache, Stammbuchsverse u. s. w. Preis 42 kr.
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Vormittags: Herr Pfarrer Köhler. Nachmittags: Herr Candidat Ohl y.
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(Hierzu Unterhaltungs⸗Blatt Rr. 2 und zwei Beilagen.)
Abends 5 Uhr: Herr Candidat Sehrt.
KAatholische Gemeinde. Samstag um 4 Uhr Nachmittags Beichte. 1. Sonntag nach Eviphanie. Jͤtest der heiligen drei Könige. Vormittags! 10 Uhr Hochamt mit Segen und Predigt. Nachmittags: ½2 Uhr feierliche Vesper. Beginn des Gottesdienstes Morgens 7½ Uhr. Nächsten Freitag den Ilbenstadt gefeiert.
16. Januar wird in das Fest des heiligen Gottfried
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Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel.
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